Fast drei Wochen waren Maddie Smith und Savannah Bretsch, beide aus Bloomington im Bundesstaat Indiana/USA, beim Jugendaustausch zu Gast bei Familie Stefinger und ihren fünf Kindern in Moosbach. Der Austausch erfolgte durch „Operation Friendship“. Die Familie hatte zuvor bereits eine Austauschschülerin aus Australien und Tochter Hannah war auch schon als Austauschschülerin dort.
Dieses Mal gab es ein vielfältiges Programm für die Jugendlichen aus den USA, darunter Besuche in Neuschwanstein, München, Regensburg, beim Drachenstich, Monte Kaolino, ehemaliges KZ Flossenbürg, Dost und Brauerei in Floß, Feuerwehr in Neustadt/WN sowie in der Stadt Weiden. Außerdem besuchten sie gemeinsam das Seefest in Schönsee und das Weinfest in Burgtreswitz mit Burgführung. Die beiden jungen Damen wollten die Kultur in der Region näher kennenlernen und waren geschichtlich interessiert. Besonders gefallen haben ihnen das historische Regensburg sowie die Burg Treswitz, und auch das ehemalige KZ in Flossenbürg hinterließ Eindrücke. Die Gäste zeigten auch Interesse an Vereinen, und so wurden die Haflinger- und Pferdefreunde sowie der Schützenverein besucht.
Studium in Bloomington, USA
Beide Mädchen leben mit ihren Familien in Bloomington. Maddie Smith hat noch einen jüngeren Bruder und Savannah Bretsch zwei ältere Brüder. Beide Familien haben deutsche Wurzeln. Die Stadt hat zwei Universitäten. Smith studiert derzeit an der Indiana University (Verwaltung im Gesundheitswesen und Politik) und Bretsch an der Purdue Universität das Ingenieurwesen (öffentliche Infrastruktur).
Grund für den Jugendaustausch war für sie, die Welt und andere Kulturen kennenzulernen. Am liebsten essen die beiden Jugendlichen Schnitzel mit Pommes, und sie lieben Orangenlimo und Hugo, verrieten sie. Die Organisation hat für sie genau die richtige Gastfamilie gefunden, sagen sie.
Was ihnen besonders aufgefallen ist: In den Gasthäusern hierzulande gibt es kein kostenloses Wasser und nur Getränke ohne Eiswürfel. Beeindruckt waren sie darüber hinaus von der Sauberkeit der Städte, den bunten Häusern und den erneuerbaren Energien mit Solarplatten und Windrädern. Neu war für die Gäste auch, dass am Sonntag die Läden geschlossen haben. Es werde außerdem viel zu Fuß gegangen und die öffentlichen Verkehrsmittel benutzt – alles sei so nah beieinander. In Deutschland sei zudem das Essen billig, besonders Gemüse, ergänzten sie. Beide haben auch gekocht, beispielsweise Chicken Nuggets mit Pommes sowie Salat und Spezialdressing zum Dippen.
Kommunikation klappt gut
Die beiden Mädchen wären noch gern eine Woche länger in Deutschland geblieben, trotzdem freuen sie sich nun auch wieder auf ihr Zuhause. Die Kommunikation war relativ einfach, da viele Deutsche gut Englisch sprechen. Der Deutschunterricht in den USA habe ihnen auch geholfen, wie sie sagen. Als Dialektwort haben sie „Servus“ gelernt. Die Willkommensparty am Hof und die Abschiedsparty am Tröbeser Weiher waren für die Jugendlichen ein Highlight.
Insgesamt hat es ihnen sehr gut gefallen in Deutschland: „Moosbach ist prima“, sind sie sich einig. Das Leben in der Familie sei super und „wundervoll“ gewesen, schwärmten beide. Die Mädchen waren voll in die Familie Stefinger mit eingebunden und fühlten sich wohl. Natürlich wurde auch Freundschaft geschlossen. Was sie mit nach Hause nehmen sind Senf (scharf und süß), Honig, Schokolade, Gummibärchen sowie Weizenbiergläser für Oma und Opa.













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