19.05.2020 - 11:37 Uhr
MoosbachOberpfalz

Endlich ein Lebenszeichen aus dem Kongo

Endlich hat sich Pater Ferdinand aus dem Kongo bei der ehemaligen Entwicklungshelferin Waltraud Burger gemeldet. Sie, die Freunde in Tröbes und auch die anderen Freunde der Missionsbrücke können aufatmen.

Mit selbsterzeugter Seife können die Einheimischen gegen das Virus vorbeugen. Sie wird aus Palmöl hergestellt.
von Peter GarreissProfil

Sie hatten sich schon Sorgen um den Geistlichen gemacht. Bisher ist zwar noch kein Coronafall in Ndendule bekannt. Coronafälle gibt es vor allem in der Hauptstadt Kinshasa, aber auch in Beni. Beni ist aber die nächst größere Stadt von Ndendule aus, und die Leute von Ndendule treiben dort üblicherweise ihren Handel.

Allerdings ist der Handel zurzeit nicht erlaubt. Gefährlich werden könnte auch der Südsudan, wo inzwischen viele Menschen mit Corona infiziert sind. In Ndendule werden die Menschen inzwischen durch die Regierung mit Nasen-Mundmasken versorgt, die sie in Isiro besorgen müssen. Augustiner vom Kloster in Amadi haben die Masken für die Einheimischen besorgt. Natürlich ist auch das Händewaschen ein Thema. Gott sei Dank gibt es keinen Mangel an Seife. Sie wird direkt in Ndendule auf dem Hof von Pater Ferdinand aus Palmöl hergestellt und findet auch in Amadi reißenden Absatz.

Gottesdienste dürfen zurzeit nicht in den Kirchen und Kapellen gefeiert werden. Pater Ferdinand feiert die Gottesdienste im Freien, wo die Menschen genügend Abstand halten können. Wie gesagt ist der Handel derzeit nicht möglich. Somit haben die Menschen keine Arbeit und verdienen kein Geld. Die Folge ist, dass zurzeit sehr viele Menschen mit all ihren Sorgen zu Pater Ferdinand kommen. So hat er sehr viel zu tun, deshalb konnte er sich auch solange nicht melden. Eines der größten Probleme ist weiterhin die medizinische Versorgung, vor allem die Versorgung mit Medikamenten, die es zwar gibt, aber so teuer sind, dass sich die Einheimischen das nicht leisten können.

Pater Ferdinands Wunschvorstellung ist es, eine größere Menge an Medikamenten an der Grenze zu Uganda zu besorgen, da sie dort günstiger sind und dann in einer Art Apotheke in Ndendule zu einem erschwinglichen Preis für die Einheimischen weiterzuverkaufen. Für den Transport muss er aber erst einen alten Camion herrichten und wieder fahrbar machen. Sehr stolz ist der Missionar auf den abgeschlossenen Straßenbau. So hat er zusammen mit den Novizen des Augustinerklosters in Amadi die Straße nach Amadi ausgebessert. Sie kann jetzt wieder ohne Probleme befahren werden. Die Straße nach Isiro war in einem so schlechten Zustand, dass sie nicht mehr ausgebessert werden konnte. Dort hat Pater Ferdinand mit seinen Straßenarbeitern eine neue Umgehungsstraße gebaut, alles in Handarbeit mit Schaufeln und Pickeln. Bei dem ganzen Straßenbau-Projekt wurde er auch vom "Chef" in Amadi (ähnlich einem Bürgermeister)unterstützt. Finanzielle Hilfe bekam er natürlich auch durch die Missionsbrücke. Dafür dankte der Missionar seinen Landleuten in der fernen Heimat Deutschland mit einem „Vergelt´s Gott“. Das Konto der Missionsbrücke bei der Raiffeisenbank in Moosbach ist somit ziemlich leergeräumt, Spenden wäen aber dringend nötig.

Sehr stolz ist der Missionar auf den abgeschlossenen Straßenbau. So hat er zusammen mit den Novizen des Augustinerklosters in Amadi die Straße nach Amadi ausgebessert. Sie kann jetzt wieder ohne Probleme befahren werden.
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