07.12.2018 - 11:28 Uhr
MoosbachOberpfalz

Mit gebrauchten Handys Leid lindern

Die Kolpingsfamilie Moosbach erinnert an ihren Gründervater. Im Mittelpunkt steht aber ein anderes Thema.

In einer Box die Jürgen Kellermann (Zweiter von links) in der Hand hält, können alte Handys bei Elektro-Guttenberger, Jürgen Kellermann und in der Sakristei abgegeben werden. Pfarrer Josef Most, Kolping-Vorsitzender Thomas Forster und Michael Guttenberger (von links) unterstützen die Handy-Aktion des Diözesanverbands.
von Peter GarreissProfil

Den Auftakt zum Kolpinggedenktag machte die Kolpingsfamilie mit einem Gottesdienst mit Pfarrer Josef Most. Dabei brachten sich die Mitglieder mit Lesungen und Fürbitten mit ein. Anschließend waren die Mitglieder ins Pfarrheim St. Franziskus eingeladen. Vorsitzender Thomas Forster blickte auf die Lebensgeschichte des Seligen Adolph Kolping zurück. "So wie Schuhe im Schnee oder im Sand Spuren hinterlassen, so hat Gott im Leben Adolph Kolpings Spuren hinterlassen. Kolping hat gespürt, dass Gottes Arm so weit reicht, dass der Mensch nie ganz fremd und verlassen ist. Diese Hoffnung und Zuversicht wollte er mit allen Menschen teilen. Besonders seinen anvertrauten Gesellen wollte Kolping immer wieder diese Hoffnung schenken. Heute treten wir in die Fußstapfen Adolph Kolpings und hinterlassen Spuren", sagte Forster. "Wir wollen uns erinnern, dass Gott immer wieder Spuren im Leben eines Menschen hinterlässt." Noah Forster trug ein Bild zur Adventszeit vor.

Vorsitzender Forster erinnerte, dass nach dem Heimatfestjahr 2017 mit Vortrag von Andreas Englisch, Mühlschleif-Sound, Minitag, Donikkl, dem Heimatfest mit dem Festzug und vielem mehr, heuer ein ruhiges Jahr war. Die kirchlichen Feste wurden besucht. Weiter gab es Osterfrühstück, Kinderkirchen im Pfarrheim, Fronleichnam, zwei Altkleider-Sammlungen, Übersetzungsfest, Kirwa-Essen und die Nikolausaktion. Für Theater und Mühlschleif-Sound fehlte 2018 irgendwie die Motivation. Nach einer Ruhezeit soll wieder etwas Neues entstehen. Für 2019 ist wieder ein Theater geplant. Nachträglich gratuliere Vorsitzender Forster dem Ehrenbürger und Altbürgermeister Hans Roßmann zum Geburtstag.

Präses Pfarrer Most ging auf die Arbeit von Kolping ein. "Was ist unsere Aufgabe in dieser Zeit, müssen wir uns fragen." Weiter ging er noch auf die Predigt ein: „Lebe ich oder werde ich gelebt?“. Die besonderen Zeiten, wie Advent sollten besser genutzt werden, um zur Besinnung zu kommen. Die Texte zur Dia-Betrachtung vom Pfarrer trugen abwechselnd Petra Forster und Monika Kellermann vor. Gemeinsam wurde gebetet und gesungen.

Vorstandsmitglied Jürgen Kellermann stellte bei der Kolpinggedenkfeier die Gebrauchthandy-Aktion des Diözesanverbands vor. 124 Millionen gebrauchte Mobiltelefone liegen in den Schubladen deutscher Haushalte. In 41 Handys ist ein Gramm Gold aber auch wertvolle andere Rohstoffe wie Kupfer und Coltan. Um diese zu gewinnen, werden im Kongo Menschen von Rebellengruppen gezwungen, diese unter menschenunwürdigen Bedingungen abzubauen. Deswegen hat Missio mit Unterstützung des Kolpingwerks Deutschland eine Handy-Spendenaktion gestartet, um damit einen Beitrag zur Bekämpfung der Fluchtursachen und zur Verbesserung der unter Gewalt und schlimmsten Menschenrechtsverletzungen leidenden Menschen zu leisten. Die gesammelten Handys werden einer Wiederverwertung oder dem Wertstoff-Recycling zugeführt. Das Kolpingwerk wird seinen Anteil am Erlös für die Bewusstseinsbildung zur Bekämpfung von Fluchtursachen verwenden. Missio unterstützt mit seinem Anteil des Erlöses Trauma-Zentren in der Erzdiözese Bukavu im Osten des Kongo. Teilnehmer, die ihre Adresse angeben, können ein fair produziertes Mobiltelefon gewinnen. Annahmestellen sind in Moosbach bei Elektro-Guttenberger, Jürgen Kellermann und in der Sakristei. Weitere Annahmestellen folgen und werden bekanntgegeben.

Infos zur die Gebrauchthandy-Aktion

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