Moosbach
14.04.2026 - 09:50 Uhr

Josef Rappl aus Ragenwies mit fast 90 Jahren verstorben

Er war ein bescheidener und immer freundlicher Mitbürger. Am Ostersonntag ist Josef Rappl aus Ragenwies im Alter von fast 90 Jahren verstorben.

„Sind wir nun mit Christus gestorben, so glauben wir auch, dass wir mit ihm leben werden“, sagte Pfarrer Udo Klösel beim Requiem für den am Ostersonntag verstorbenen Josef Rappl aus Ragenwies in der Pfarrkirche in Moosbach. „Deshalb können wir mit dankbarem Herzen zurückdenken an sein irdisches Leben, das zwar zu Ende gegangen ist, von dem wir aber glauben, dass es am Abend des Ostersonntags eingemündet ist und vollendet wurde im österlichen Leben unseres auferstandenen Herrn.“

Josef Rappl wurde am 9. Juli 1936 in Ragenwies als Kind von Georg und Anna Rappl, geborene Hofmeister, geboren. Zusammen mit seiner älteren Schwester Theres wuchs er auf dem elterlichen Anwesen auf. Sein jüngerer Bruder Erhard verstarb schon im Kindesalter.

Nach dem Besuch der Volksschule Tröbes absolvierte Josef Rappl die landwirtschaftliche Winterschule. Danach arbeitete er in der elterlichen Landwirtschaft mit, die er später zusammen mit seiner Schwester Theres und deren Ehemann Georg übernahm und weiterführte. Daneben war er bei der Brauerei Scheuerer in Moosbach tätig. Besonders liebte er die Holzarbeit und das Holzmachen. Noch bis vor wenigen Wochen holte er selbstständig mit dem Rollator Holz ins Haus.

Der Verstorbene war ein einfacher und bescheidener Mensch, immer zufrieden und freundlich. Die Dorfkinder bereiteten ihm große Freude. Gern nahm er Jahr für Jahr am Männereinkehrtag in Johannisthal teil.

Im Jahr 2018 verstarb seine Schwester Theres. Seit einer Krankheit im Jahr 2021 besuchte Josef Rappl die AWO-Tagespflege in Eslarn; an den anderen Tagen erhielt er „Essen auf Rädern“. Zwei Wochen vor seinem Tod musste er ins Krankenhaus nach Weiden gebracht werden. Am Abend des Ostersonntags endete sein Lebensweg von beinahe 90 Jahren auf der Palliativstation.

„Bleib doch bei uns, denn es wird bald Abend, der Tag hat sich schon geneigt!“ Mit den beiden Emmausjüngern mag dies auch seine Bitte am Abend seines Lebens gewesen sein. Der Kirchenchor Moosbach gestaltete die Trauerfeier in der Pfarrkirche musikalisch mit, begleitet von Lena Putzer an der Orgel. Anschließend zog die Trauergemeinde mit den Verwandten zum Friedhof, wo Pfarrer Klösel für den Verstorbenen betete, der im Familiengrab beigesetzt wurde.

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