Pfarrer Udo Klösel gestaltete das Requiem in der Pfarrkirche Moosbach. Er blickte auf das Leben von Karolina Bernhard zurück, die am 6. April 1937 in Steinach bei Leuchtenberg als Kind der Landwirtseheleute Georg und Theresia Selch geboren wurde. Aufgewachsen ist sie mit einem älterem und einem jüngeren Bruder. Nach dem Besuch der Volksschule in Leuchtenberg absolvierte sie die Hauswirtschaftsschule und arbeitete in Vohenstrauß in der Krankenhausküche. Im August 1965 heiratete sie in der Wieskirche den Landwirt Josef Bernhard von Moosbach. Sie sorgte als Ehefrau und Mutter der drei Söhne Josef, Georg und Hermann für die Familie, arbeitete daneben fleißig in der Landwirtschaft, wie der Prediger ausführte. Zur Familie kamen vier Enkelkinder sowie eine Urenkelin.
Liebevoll pflegte Karolina Bernhard 14 Jahre ihren Ehemann, bis dieser 2012 verstarb, sagte Pfarrer Kösel. „Lina“ Bernhard war auch Gründungsmitglied des Frauenbundes, engagierte sich auf verschiedenste Weise. Über viele Jahrzehnte hinweg errichtete sie am Anwesen der Familie den Fronleichnamsaltar. Bis zuletzt war es ihr ein Anliegen, dass dieser schön mit Blumen, zumeist aus dem eigenen Garten, geschmückt war. Genauso lag ihr das Gotteshaus am Herzen, sagte Pfarrer Klösel und dankte dafür, dass die Kirchenbänke während der Renovierung in der Halle auf dem Anwesen der Familie Bernhard untergestellt werden konnten. "Unsere Lina war eine gesellige und lustige Frau. Sie plauderte gern und besuchte auch gerne die Hutzastube im Pfarrheim. Mit großer Leidenschaft strickte sie Socken", blickte der Geistliche zurück. Lange Zeit wurde sie von Sohn Georg daheim gepflegt. Nach einem Krankenhaus-Aufenthalt kam sie vor knapp einem Jahr ins Seniorenheim nach Waidhaus, wo sie überraschend und friedlich starb, schilderte Klösel.
Im Namen des Frauenbundes Moosbach nahm Vorsitzende Angelika Hierold von Karolina Bernhard Abschied, die seit der Gründung des Zweigvereins vor 55 Jahren Mitglied war. Die „Hierold´n Lina“, wie sie genannt wurde, war dem Frauenbund auch als Fahnenträgerin verbunden, beim Kräuterbuschenbinden oder Basteln immer gern dabei. Zum 50. Jubiläum erhielt sie vom Frauenbund die Goldene Nadel mit Stein, erinnerte die Vorsitzende. Nach dem Requiem fand die Beerdigung der Verstorbenen im Familienkreis statt.













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