12.06.2020 - 11:32 Uhr
MoosbachOberpfalz

Kirche in Burgtreswitz muss saniert werden

Der Moosbacher Marktrat muss sich in seiner Sitzung mit dem Thema befassen. Zunächst soll es eine Untersuchung geben.

Die Kirche in Burgtreswitz befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Mauer- und Putzrisse lassen das Schlimmste befürchten. Eine Befunduntersuchung soll weiterhelfen.
von Peter GarreissProfil

Auch in der zweiten Marktratssitzung waren mit 20 Zuhören alle Sitzplätze belegt. Bereits in der Mai-Sitzung wurden die weiteren Schritte bei der dringend erforderlichen Instandsetzung der Ortskirche Burgtreswitz erörtert. Nachdem damals keine Einigung über die Notwendigkeit einer 9.261 Euro teuren Befunduntersuchung für das historische Mauerwerk und die Innen- und Außenputze sowie die Kirchenschiffdecke erzielt werden konnte, holte Bürgermeister Armin Bulenda weitere Erkundigungen beim Landesamt für Denkmalschutz bei der Außenstelle Regensburg ein. Die Auskunft aus Regensburg war eindeutig: Das vorliegende Bodengutachten reiche für die Bewertung der Putze nicht aus. Die Baumaßnahme erfordere eine denkmalschutzrechtliche Erlaubnis und weitere behördliche Genehmigungen. Auch Zuschussgeber verlangen die Befunduntersuchung. Mit der Durchführung der 9.261 Euro teuren Untersuchungsarbeiten wurde schließlich mit einer Gegenstimme die Restauratorin Cathrin Limmer aus Regenstauf beauftragt.

Bereits in der April-Sitzung gab es grünes Licht für den Solarpark „Scheibe“ oberhalb des Steinwerks Rappl. Das Gremium billigte einstimmig den nun vorliegenden Vorentwurf. Das Vorhaben bedarf einer Änderung des Flächennutzungsplans sowie den Erlass eines vorhabenbezogenen Bebauungsplans als sogenanntes Sondergebiet. Sondergebiete erfordern den Erlass eines Bebauungsplans. Das Planungsgebiet umfasst eine Fläche von drei Hektar, die Photovoltaikanlagen erbringen drei Megawatt bei einer Kohneldioxid-Einsparung von 3100 Tonnen pro Jahr.

Geschäftsleiter Andreas Hofmeister erklärte, dass das Sondergebiet durch einen Grüngürtel mit einheimischen Gehölzen abgegrenzt werde. Die maximale Höhe der Betriebsanlagen betrage drei Meter, der Zaum werde zwei Meter hoch und der Abstand vom Zaum liege bei drei Metern. Hofmeister sprach auch den rechtlichen Werdegang des Planverfahrens an. Es richte sich nach dem Baugesetzbuch und sehe die Beteiligung der Bürger und Fachstellen vor. Bürgermeister Bulenda wies darauf hin, dass das Grundstück Eigentum des Steinwerks sei und die Stromerzeugungsanlage der Betriebssicherung diene. Das Gemeindeoberhaupt sorgte sich auch wegen Gerüchten, dass für das Gebiet „Haseltrath“ bei Ödbraunetsrieth, zwischen Moosbach und Eslarn, angeblich Grundstückseigentümer Pachtverträge für die Errichtung von Photovoltaikanlagen erhalten haben sollen. Auch hier gehe ohne einen Bebauungsplan gar nichts. Er bat die Grundstückseigentümer, vor dem Abschluss eines Pachtvertrages um Rücksprache im Rathaus.

Bulenda gab auch bekannt, dass der Mobilfunkstandort bei Ödpielmannsberg modernisiert wird. Das Gremium freute sich außerdem sehr über einen Zuwendungsbescheid der Regierung der Oberpfalz. Danach werde das Straßenbauvorhaben Saubersrieth – Ragenwies – Gemeindegrenze Eslarn mit einer Kostensumme von 2,1 Millionen Euro, bei 1,9 Millionen förderfähigen Kosten, mit einem Zuschusssatz von 79,9 Prozent, das sind 1,5 Millionen Euro Zuwendung gefördert. Der Baubeginn müsse im Jahr 2020 liegen.

Zu Beginn einer neuen Wahlperiode müssen auch die Gemeindevertreter im Kuratorium der Gemeinde- und Pfarrbücherei neu bestellt werden. Das Kuratorium besteht aus je zwei Vertretern der Gemeinde und der Pfarrei Moosbach sowie dem Schulleiter. Einstimmig wurden die Markträte Sandro Stefinger und Bernhard Rom als Vertreter der Gemeinde in der Bücherei bestimmt.

Die Kirche in Burgtreswitz befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Mauer- und Putzrisse lassen das Schlimmste befürchten. Eine Befunduntersuchung soll weiterhelfen.
Die Kirche in Burgtreswitz befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Mauer- und Putzrisse lassen das Schlimmste befürchten. Eine Befunduntersuchung soll weiterhelfen.
Die Kirche in Burgtreswitz befindet sich in einem erbärmlichen Zustand. Mauer- und Putzrisse lassen das Schlimmste befürchten. Eine Befunduntersuchung soll weiterhelfen.
Stellungnahme gegen rechten Terror:

Am 10. März hatte der damalige Marktrat Josef Rauch das Gremium angesichts der Anschläge in Halle und Hanau um eine Stellungnahme gegen rechten Terror gebeten. Bürgermeister Armin Bulenda gab nun bekannt, dass in einer fraktionsübergreifenden Sitzung grünes Licht für eine Behandlung im Gremium gegeben wurde. Die einstimmige Stellungnahme: „Der Marktgemeinerat Moosbach wendet sich gegen jede Hetze, gegen wen auch immer, gegen Antisemitismus und Fremdenhass. Wir wenden uns aber auch gegen linken und islamistischen Terror, der momentan nicht so sehr im Fokus steht. Wir stehen hinter den Werten unseres Grundgesetzes, das ausdrücklich betont, dass die Würde des Menschen unantastbar ist und dass alle Menschen gleich sind.“

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