08.11.2019 - 10:30 Uhr
MoosbachOberpfalz

Letztes öffentliches Gelöbnis in Moosbach

225 Rekruten werden auf dem Sportplatz vereidigt. Etwa 1000 Gäste sind beim festlichen Akt dabei.

Stramm standen die Rekruten in Reih und Glied beim Abschreiten der Formation durch den Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 Oberstleutnant Andreas Bleek aus Weiden und den Moosbacher Bürgermeister Hermann Ach.
von Peter GarreissProfil

119 Rekruten der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie des Panzergrenadierbataillons 122 Oberviechtach und 106 Rekruten der Ausbildungs- und Unterstützungskompanie des Panzergrenadierbataillons 112 Cham legten am Donnerstag auf dem Sportplatz ihr Gelöbnis ab. Mit einem ökonomischen Gottesdienst in der Pfarrkirche Moosbach begannen die Festlichkeiten. Der katholische Militärpfarrer Pater Patrick Beszynski aus Windberg und der evangelische Militärpfarrer Holm Haschke aus Weiden begrüßten dazu die Rekruten aus ganz Deutschland mit ihren Eltern und Angehörigen. Etwa 1000 Gäste wohnten dem feierlichen Akt bei. Unter den Klängen des Heeresmusikcorps Veitshöchheim zogen die Rekruten mit der Truppenfahne zur Ehrenformation auf dem Sportplatz ein. Alle vier Kriegervereine der Marktgemeinde entsandten Fahnenabordnungen. Stramm standen die Rekruten in Reih und Glied beim Abschreiten der Formation durch den Kommandeur des Panzergrenadierbataillons 122 Oberstleutnant Andreas Bleek aus Weiden und den Moosbacher Bürgermeister Hermann Ach. Er hieß die vielen Ehrengäste wie den Kommandeur der Panzerbrigade 12 Oberst Björn Schulz, die Oberstleutnants Andreas Würstl und Thorsten Klapp, Geistliche und Bürgermeister der Nachbargemeinden, Vereinsvertreter willkommen.

Ach bezeichnete die Bundeswehr einen festen Teil unserer Gesellschaft. Wehrdienstleistende können ihre Aufgaben in dem Bewusstsein leisten, dass sie von der Gesellschaft gewollt, akzeptiert und hoch anerkannt sind. Es gebe für sie keinen militärischen Ehrgeiz, denn ihre Aufgaben sind auf Friedensförderung und Friedensstiftung ausgerichtet. „Die Soldaten der Bundeswehr haben den Frieden zum Beruf“, fasste das Gemeineoberhaupt zusammen. Ach bedauerte, dass es sich wegen der Umstrukturierungen innerhalb der Bundeswehr um das letzte Gelöbnis von Rekruten in Moosbach handele.

„Wir sind das Volk und in dessen Mitte finde heute das Gelöbnis statt“, erinnerte Bleek. Hier sei genau der richtige Ort, um unsere Soldaten zu vereidigen, die das Recht und die Freiheit des Deutschen Volks tapfer verteidigen. Der Rahmen könnte nicht besser sein, denn vor genau 30 Jahren ging der Ruf durch die DDR „Wir sind das Volk“. Die meisten Rekrutinnen und Rekruten waren in den Schicksalsstunden 1989 noch gar nicht geboren. Doch diese Stunden haben ihr Leben geprägt. Für Bleek stellte die Oberpfalz als Zeugnis der Wehrhaftigkeit unserer Demokratie heraus. Noch nie habe er es erlebt, dass bei solchen Anlässen so viele Kriegervereine Flagge zeigten. „Gut das sie heute da sind“, freute er sich. Bleek hob hervor, dass die Rekruten aus freien Stücken, nicht dazu gezwungen, sondern als freier Mann oder freie Frau hier zum Gelöbnis stehen. „Was für ein Geschenk, was für eine Gnade und was für eine Verantwortung, diese freie Wahl zu haben“, rief er ihnen zu.„Sie haben sich für etwas entschieden, dass kein Job wie jeder andere ist“. Den Soldaten versicherte er, dass es schön sei, Soldat zu sein und das besonders in der Oberpfalz.

Als Sprecher der Rekruten gab Panzergrenadier Vincent Markert einen Einblick in die ersten Soldatentage. Die Rekruten dankten auch Kompaniechef Major Jürgen Niederdräing für die Unterstützung, die erste Zeit zu überwinden und durchzuhalten. Markert betonte auch, dass Soldat bei der Bundeswehr kein Beruf, sondern eine Berufung sei. Soldat sei man nicht nur im Dienst, sondern auch in Zivil. Ein Soldat diene Deutschland immer und zu jede Zeit.

Zum Gelöbnis traten dann jeweils sechs Rekruten zu den beiden Truppenfahnen vor. Sie legten die Hand auf die Fahne und sprachen mit allen das feierliche Gelöbnis, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“ Nach der Bayern- und der Nationalhymne war das Gelöbnis beendet und Ach lud zur Stärkung in die Turnhalle ein.

Zum Gelöbnis traten jeweils sechs Rekruten zu den beiden Truppenfahnen vor. Sie legten die Hand auf die Fahne und sprachen mit allen das feierliche Gelöbnis, „der Bundesrepublik Deutschland treu zu dienen und das Recht und die Freiheit des deutschen Volkes tapfer zu verteidigen, so wahr mir Gott helfe.“
Mit einem ökonomischen Gottesdienst in der überfüllten Pfarrkirche in Moosbach begannen die Festlichkeiten zum Gelöbnis.
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