Die Theatergruppe der Kolpingsfamilie Moosbach konnte in der Mühlschleif einen großen Erfolg verbuchen. Alle sechs Vorstellungen waren ausverkauft und kamen beim Publikum gut an. Immer wieder wurde Szenenapplaus gespendet. Das Motto hieß „Männer Varianten“. Der zweite Theater-Frühschoppen bei Traumwetter im Freien war der Renner.
Den Auftakt der fünf Theaterstücke machten die „Schammlweiber“ (Julia Weiß, Christina Fischer, Angela Koch und Franziska Völkl). Sie berichteten über die Männer und erklärten „wann ist ein Mann ein Mann?“.
"Mr. Bean" (Julian Roth) präsentierte einen Sketch auf der Parkbank. Er bereitete sein Essen zu und versuchte mit ungewöhnlicher und sehr umständlichen Methoden sein Sandwich zu machen. So schleuderte er beispielsweise seinen mitgebrachten Salat im ausgezogenen Socken. Sein Verhalten und die Missgeschicke jedoch stören den Herrn (Jonas Weiß), der neben ihm saß. Typisch für Mr. Bean entstand die Komik durch Körpersprache, ungewöhnlichen Ideen und das Missachten alltäglicher Regeln.
Flirten statt Kreuzfahrt
„Schlaumeier Ahoi“ hieß ein weiteres Stück. Oswald Schlaumeier (Sandro Stefinger) gewinnt gemeinsam mit seiner Frau Alice (Andrea Stefinger) eine Mittelmeer-Kreuzfahrt. Jedoch hätte Oswald lieber einen neuen Fernseher und möchte nicht verreisen, weil in der Nachbarwohnung junge Frauen (Katharina Stefinger) einziehen. Deshalb versucht er heimlich, die Kreuzfahrt zu verhindern. Gleichzeitig will er den neuen Nachbarinnen gefallen und lässt sich auf Hilfsbereitschaft ein. Am Ende gehen alle seine Pläne schief und seine Frau verreist mit der Hausmeisterin (Julia Weiß).
„Der Verkäufer“ titelte das nächste Stück der Theatergruppe. Frau Hoppenstädt (Natalie Hammerl) wird vom Weinvertreter Blühmel (Pfarrer Udo Klösel) besucht, der ihr angeblich kostenlos Weine von der Firma anbieten möchte. Während der Weinprobe stellt sich heraus, dass sie den Wein nur bekommt, wenn sie mehrere Kisten kauft. Ein weiterer Vertreter (Michael Drexler) kommt hinzu und möchte ihr einen Staubsauer verkaufen und ein anderer Versicherungen (Dominik Guttenberger). Der Wein tut sein Übriges und das Verkaufsgespräch entwickelt sich zu einer ausgelassenen Feier. Als Herr Hoppenstedt (Jonas Weiß) nach Hause kommt, wird die Situation völlig absurd. Der Sketch lebt vor allem vom typisch trockenen Loriot-Humor, Missverständnissen und doppeldeutigen Formulierungen.
Notausgang mit Geldkoffer
Mit dem Stück „Notausgang“ endeten die Aufführungen. Der Kriminalschriftsteller Eduard Zipfel (Jonas Weiß) lässt sich von seiner Frau (Franziska Völkl) in einem Zimmer einsperren, um für seinen neuen Roman das Leben eines Gefangenen möglichst realistisch kennenzulernen. Allerdings gibt es einen geheimen Notausgang im Schrank, durch den Eduard heimlich Besuch und Verpflegung (Viktoria Stefinger) bekommt. Als ein Bankraub geschieht und ein geheimnisvoller Geldkoffer im Zimmer auftaucht, gerät er unter Verdacht. Durch das Auftauchen verschiedener Personen (Michael Pösl, Julian Roth) kommt es zu immer mehr Verwechslungen und Missverständnissen. Am Ende stellt sich heraus, dass Eduard unschuldig ist und das Geld im Koffer schon lange von seiner Tante (Angela Koch) dort versteckt worden war.
Die Theatergruppe freute sich über neue Mitspieler. Die musikalische Gestaltung übernahmen die "Mühlschleif Muse" sowie Nachwuchs-Musiker. Für die Tontechnik war Manuel Balk zuständig, sowie für Haare und Maske Hermine und Luisa Wittmann, Silvia Bauer, Magdalene Eger und Lena Koller. Den Theaterbesuchern wurden außerdem Getränke und Speisen angeboten. Die Organisation lag in den Händen von Bettina Wittmann und Christina Fischer.



















Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.