12.04.2019 - 14:05 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbach wird heller

Der Gemeinderat beschließt eine Umstellung auf LED. Damit spart sich Moosbach 8000 Euro jährlich. Auch beim ehemaligen Schulgebäude geht es voran.

Die Fassade der früheren Grundschule soll nach dem Einbau der zwölf Wohnungen von der Ostseite voraussichtlich so aussehen.
von Peter GarreissProfil

Der Marktrat hatte in seiner Sitzung über Pläne für das ehemalige Grundschulgebäude zu entscheiden. Darin sollen Wohnungen entstehen und das Vorhaben mit dem Programm „Innen statt Außen“ gefördert werden. Das Amt für Ländliche Entwicklung wünscht, dass der Schulhauscharakter durch die Umnutzung nicht zerstört wird. Es gibt deshalb bei der Planung Herausforderungen im Zusammenhang mit Fenstern und Balkonen. Aber jede der zwölf Wohnungen, davon 10 Single-Wohnungen, eine Wohnung mit einem Kinderzimmer und eine Wohnung mit zwei Kinderzimmern, muss einen Zugang ins Freie bekommen. Das Gemälde des Künstlers Salzbauer an der Ostseite wird unter den Wärmedämmplatten verschwinden. Auch der Schulpausenhof wird kleiner. Die Wohnungen sollen zwischen 50 und 60 Quadratmeter groß werden.

Gemeinderat Hans Maier hält aufgrund seiner Berufserfahrungen die Vergabe von Wohnungen über 50 Quadratmeter für sehr problematisch, weil die Mieten für Hartz-IV-Empfänger so zu teuer werden. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister erklärte, dass aufgrund des Gebäudezuschnittes weniger, also größere Wohnungen möglich wären. Nicht möglich seien allerdings mehr und dafür kleinere Wohnungen. Auf Anfrage von Gemeinderat Konrad Lingl sprach Hofmeister von etwa 25 Personen, die in dem neuen Wohngebäude Platz finden würden. Mit einer Gegenstimme genehmigte das Gremium die Baupläne für die Nutzungsänderung der Grundschule.

Nach gründlichen Recherchen wagte der Gemeinderat nun den Schritt, die gesamte Straßenbeleuchtung auf LED-Leuchtmittel umzustellen. Die Kosten liegen bei gut 33.000 Euro. Dafür können die jährlichen Stromkosten um 8.000 Euro reduziert werden. Die volle Amortisation dauert somit nur vier Jahre. Seit Jahren brennen in den Peitschenmasten in Moosbach statt zwei Röhren nur eine. Durch die Umstellung können nun endlich wieder beide Röhren leuchten. Moosbach und das Umland werden somit heller. Auch die älteren Leuchten an der Kirche und auf Parkplätzen bekommen LED. Das kostet 4.500 Euro. Jährlich ist mit 1.000 Euro Einsparung zu rechnen. Lediglich die Anstrahlung des Schlosses Burgtreswitz bleibt, wie sie ist. Die Umstellung würde gut 3.500 Euro kosten, bei jährlichen Einsparungen in Höhe von 260 Euro. Das hielten die Räte für unwirtschaftlich.

Bürgermeister Hermann Ach gab bekannt, dass die Regierung der Oberpfalz in Regensburg das eingereichte Projekt „Generationenpark am Gruberbach“ baufachlich überprüft habe. Zu den voraussichtlichen Gesamtkosten von rund 628.000 Euro kann der Markt Moosbach mit einer Zuwendung von knapp 446.000 Euro rechnen, so bleiben noch Eigenleistungen in Höhe von etwa 182.000 Euro.

Das Ergebnis der Jahresrechnung 2018 fanden die Räte erfreulich. Das Gesamtvolumen lag bei knapp 7,6 Millionen Euro Einnahmen und Ausgaben. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt kann 5,2 Millionen, der Rest auf den Vermögenshaushalt. Der Überschuss von etwa 29.000 Euro kommt in die Rücklagen.

Eine reine Formsache war die Bestellung der bereits in den Feuerwehrversammlungen gewählten Kommandanten in Ödpielmannsberg und Saubersrieth. In Ödpielmannsberg waren das Kommandant Karl Eckl und sein Stellvertreter Christian Bayerl und in Saubersrieth Kommandant Josef Neuber und sein Stellvertreter Wolfgang Bergmann.

Außerdem genehmigte das Gremium eine Rechnung der Firma Bergler, Weiherhammer, über etwa 24.000 Euro für Kanal-TV-Inspektionen im Gemeindeteil Burgtreswitz im Rahmen der Eigenüberwachung. Geschäftsleiter Hofmeister wies darauf hin, dass auch private Grundstückseigentümer ihre Grundstücksanschlüsse überprüfen lassen können.

Bürgermeister Ach lud abschließend die Räte zu zwei wichtigen Dorfversammlungen ein, in denen es um den Dauerbrenner „Wasserversorgung“ geht. Die Termine sind am Donnerstag, 16. Mai, in Tröbes und am Dienstag, 21. Mai, in Etzgersrieth.

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