17.05.2019 - 14:12 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbach wird kein Grundzentrum

Für den Regionalen Planungsverband scheint die Marktgemeinde zu unbedeutend zu sein. Anders als Eslarn, Waidhaus und Pleystein soll der Ort im neuen Regionalplan kein Grundzentrum sein.

Dieses Teilstück zwischen dem Asternweg und der Steinling soll nach Marktrat Karl Liebl geöffnet werden.
von Peter GarreissProfil

Der Regionalplan Oberpfalz-Nord sieht die Eingliederung Moosbachs in das Mittelzentrum Vohenstrauß vor. Pleystein, Waidhaus und Eslarn dagegen sollen künftig Grundzentren sein. Über die Entscheidung des regionalen Planungsverbands zu der Neuordnung der zentralen Orte waren die Moosbacher Markträte sehr enttäuscht. Sollte Moosbach dem Nahbereich Vohenstrauß angehören, werden neue Entwicklungen in Moosbach erheblich erschwert, meinte Bürgermeister Hermann Ach. Der Markt habe alle Einrichtungen, bis auf ein Einkaufszentrum und ein sehr gut frequentiertes Hallenbad. Er hielt es deshalb für nicht gerechtfertigt, dass Moosbach in den Nahbereich Vohenstrauß einbezogen wird.

Gemeinderat Hans Maier wies darauf hin, dass Moosbach bisher auch kein Kleinzentrum gewesen sei. Die Räte verkannten, dass der Regionale Planungsverband im Jahre 2006 Moosbach mit Luhe-Wildenau und Ursensollen als Kleinzentrum bestimmt habe. Außerdem bekam Moosbach wegen des enormen Fremdenverkehrs und des Hallenbads den Sonderstatus „Tourismusort“ eingeräumt (siehe „Der neue Tag“ vom 5./6.8.2006). „Im Vergleich zu Pleystein, Waidhaus und Eslarn stehen wir jetzt schlecht da“, meinte Erika Sauer. Erhard Scheuerer schlug vor, sich an den Planungsausschuss, in dem auch Bürgermeister sitzen, zu wenden. Der Gemeinderat lehnte die Fortschreibung des Regionalplans in der vorliegenden Fassung einstimmig ab.

Die Zustimmung erteilten die Gemeinderäte zur Planung des Feuerwehrgerätehauses in Burgtreswitz. Das Gebäude soll in Holzständerbauweise entstehen. Bürgermeister Hermann Ach fand den Bauplan durchdacht. Er sei mit der Wehr abgestimmt. Der Rathauschef wies auf die Sonderstellung der Feuerwehr Burgtreswitz durch die Schlossanlage und den Atemschutz hin. Das derzeitige Gerätehaus sei nicht mehr zeitgemäß. Mit 36 im aktiven Dienst habe Burgtreswitz eine starke Truppe. Der Gemeinderat genehmigte deshalb den Bauantrag. Die Marktgemeinde wird sich außerdem mit 100.000 Euro beteiligen und das notwendige Bauholz kostenlos bereitstellen. Die Verwaltung erhielt den Auftrag, die notwendigen Zuwendungsanträge an die Regierung der Oberpfalz zu stellen.

Das Gremium beauftragte die Marktverwaltung darüber hinaus, für die Installation einer Phosphatfällung in der Kläranlage Burgtreswitz Angebote einzuholen und den wirtschaftlichsten Bieter zu berücksichtigen. Im günstigsten Fall können die Investitionen über Einsparungen bei der Abwasserabgabe refinanziert werden. Da die Dauer der wasserrechtlichen Erlaubnis für die Kläranlage in Burgtreswitz im Jahre 2024 abläuft, ist Eile geboten.

Das Landhotel Schieder „Goldenes Kreuz“ in Saubersrieth plant den Bau eines Gästehauses mit Parkplätzen auf der gegenüberliegenden Straßenseite. Die Pläne dafür hat der Gemeinderat in der Dezembersitzung bereits genehmigt. Es ging auch um die Beseitigung des im Eigentum des Landhotels stehenden Teichs, des früheren Löschteiches der Ortschaft Saubersrieth. Bürgermeister Ach erklärte, dadurch wird der notwendige Brandschutz nicht beeinträchtigt, denn es steht genügend Löschwasser aus den Wasserversorgungsanlagen Moosbach und Etzgersrieth zur Verfügung. Auch Bedenken von Dorfbewohnern wegen Rückstaus, Vernässung oder Beeinträchtigung von Drainagen hielt das Gemeindeoberhaupt für nicht stichhaltig. Der Gemeinderat erklärte sich mit einer Gegenstimme mit der Beseitigung des Dorfweihers einverstanden.

Die Räte stimmten auch dafür Zuwendungen für die Gemeindeverbindungsstraße Saubersrieth-Ragenwies-Gemeindegrenze Eslarn zu beantragen. Für die auf knapp zwei Millionen Euro geschätzten Baukosten sollen Mittel aus dem Finanzausgleich-Härtefonds angefragt werden. Nur die Deponiekosten für den Erdaushub betragen schon 106.000 Euro.

Marktrat Karl Liebl stellte den Antrag, die rund 50 Meter lange Verbindung zwischen den Siedlungsstraßen „Asternweg“ und „Steinling“ für den Straßenverkehr freizugeben. Dieses Vorhaben dürfte zu Kritik von Anliegern führen, denn dadurch würde eine neue Verbindung (Abkürzung) zwischen den Staatsstraßen Eslarn und Oberviechtach entstehen. Die Entscheidung soll in der Junisitzung fallen.

Dieses Teilstück zwischen dem Asternweg und der Steinling soll nach Marktrat Karl Liebl geöffnet werden.
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