11.12.2020 - 11:51 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbach und Pleystein bauen neue Pfreimdbrücke

Das Bauwerk zwischen Isgier und Lohma ist in bedenklichem Zustand. Federführend für die Maßnahme wird Moosbach sein.

Der Ersatzneubau der Brücke über die Pfreimd zwischen Isgier und Lohma ist dringend erforderlich. Das Bauwerk befindet sich einem bedenklichen Zustand. Die Brücke dient auch als Zubringer zur Autobahn 9.
von Peter GarreissProfil

Zehn Zuhörer waren zur letzten Marktratssitzung des Jahres gekommen. Einstimmig votierten die Räte für eine Vereinbarung mit Pleystein zum Ersatzneubau der Pfreimdbrücke zwischen Isgier und Lohma. Das Bauwerk befindet sich in einem äußerst schlechten Zustand. Federführend für die Maßnahme wird Moosbach sein. Der Markt kümmert sich um die verwaltungsmäßigen Arbeiten von der Planung, Einholung der Angebote bis zur Abrechnung. Die Baukosten sind mit 840.000 Euro veranschlagt. Der Bemessung der staatlichen Zuschüsse werden aber nur 764.500 Euro zugrunde gelegt. Die Kosten werden auf Moosbach (50,54 Prozent) und Pleystein (49,46 Prozent) umgelegt. Baubeginn soll im Frühjahr 2021 sein.

  • Straßensanierung

Die Sanierung der Straße von Saubersrieth nach Ragenwies bis zur Gemeindegrenze nach Eslarn soll 2021 fertig sein. Auch die Ortsdurchfahrt Ragenwies soll noch verbessert werden. Der Bauausschuss hat drei Teilbereiche dafür auserkoren. An der Ortsausfahrt Richtung Gemeindegrenze soll ein 112 Meter langes Teilstück für 10.500 Euro, auf der anderen Seite Richtung Saubersrieth/Tröbes ein 33 Meter und 31 Meter langes Teilstück für ca. 10.000 Euro saniert werden.

Hier lesen Sie einen Bericht über die Straßenbauarbeiten zwischen Saubersrieth und Eslarn

Moosbach

Josef Hierold junior hielt den vorgesehenen Belag für das 112 Meter lange Teilstück nur für Kosmetik. „Da dürfte eine Unterbauverstärkung notwendig sein, sonst ist in drei Jahren wieder alles kaputt“, meinte der Fachmann. Dafür soll nun nach dem Willen des Gemeinderats ein neues Angebot eingeholt werden. Für das 168 Meter lange Teilstück in Richtung Tröbes, dessen Sanierung 16.140 Euro kosten würde, war da kein Geld mehr vorhanden. Einstimmig wurden diese Straßenbaupläne genehmigt.

  • Hundesteuer

Mehr für ihren Vierbeiner müssen die Hundehalter ab dem kommenden Jahr ausgeben. Für die normalen Hunde hoben die Gemeinderäte die Jahressteuer um 10 Euro und für Kampfhunde um 50 Euro an. Danach steigt die Hundeabgabe künftig für den ersten Hund und von 40 auf 50 Euro, für den Zweithund von 60 auf 70 Euro, für den dritten und weiteren Hund von 80 auf 90 Euro. Pro Kampfhund fließen künftig statt 600 immerhin 650 Euro in den Gemeindesäckel. Zwei Kampfhunde sind derzeit registriert. Außerdem passten die Gemeinderäte die Hundesteuersatzung rechtlich an die Mustersatzung des Bayerischen Gemeindetags an. Zweiter Bürgermeister Bernhard Rom fragte nach dem Sinn der vorgeschlagenen Erhöhung. Bürgermeister Armin Bulenda nannte eine Verbesserung der Einnahmeseite im Rahmen der Haushaltskonsolidierung. Klaus Prießnitz wollte wissen, ob die Hunde Kosten für die Gemeinde verursachen. Mit Ausnahme des Kurparkes wurde dies von der Verwaltung verneint. Dritter Bürgermeister Helmut Meindl sprach die freilaufenden Hunde auf dem Sportplatz an. Die SpVgg müsse hier regelmäßig saubermachen. Er bat die Angelegenheit im gemeindlichen Mitteilungsblatt anzusprechen. Josef Hierold jun. schlug vor, dass die Gemeinde Kotbeutel zur Verfügung stellt.

  • Forstwege und Bäume

Rom sprach den Unterhalt der Forstwege, besonders in der Abteilung Bromberg an. Er bat um Information hinsichtlich der Unterhaltungspflicht im Mitteilungsblatt. Außerdem bat Rom, dass die Bäume auf dem Dorfplatz in Tröbes kürzer gehalten werden sollten.

  • Feuerwehrhaus Burgtreswitz

Johann Schnupfhagn wies darauf hin, dass die Gelder beim Feuerwehrhausbau in Burgtreswitz langsam zu Ende gehen. Er bat den Bauausschuss sich der Sache anzunehmen. Bürgermeister Armin Bulenda wies darauf hin, dass sich die Gemeinde verpflichtete sich mit 100.000 Euro am Bau zu beteiligen. Darin sei der vom Freistaat gewährte Zuschuss von 57.000 Euro enthalten. Die Feuerwehr wurde schriftlich darauf hingewiesen und gebeten nach Einsparungen zu suchen. Bulenda schlug einen Kassensturz vor. Johann Schnupfhagn wies auf die letzten Kostenerhöhungen beim Material hin. Die Wehr habe immerhin schon 2400 ehrenamtliche Arbeitsstunden zum Bau geleistet. „Wir müssen jetzt schnell handeln, damit der Bau nicht ins Stocken gerät“, bat Schnupfhagn.

  • Jahresrechnung 2019

Außerdem genehmigten die Räte eine Rechnung des Staatlichen Bauamts in Höhe von 15.239,84 Euro. Dies kostet die straßenverkehrsrechtliche Beschilderung bei der Abzweigung von der Staatsstraße zwischen Moosbach und Pleystein in das Gewerbegebiet Hammermühle. Der Rechnungsprüfungsausschuss hatte die Jahresrechnung 2019 geprüft. Das Ausschussmitglied Klaus Prießnitz sprach von nur unbedeutenden Fehlern, so dass unter Vorsitz des zweiten Bürgermeisters Rom einstimmig Entlastung erteilt wurde. Die Jahresrechnung 2019 wurde mit 10.480.370 Euro in den bereinigten Einnahmen und Ausgaben festgestellt. Eine Zuführung zur Rücklage in Höhe von 14.284,48 Euro wurde genehmigt. Ebenso nachträglich die über- und außerplanmäßigen Ausgaben.

 

 

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