11.01.2019 - 11:18 Uhr
MoosbachOberpfalz

Moosbacher Rekordhaushalt 2019

Die laufenden Geschäftskosten betragen knapp fünf Millionen Euro. An Investitionen sind 6,35 Millionen Euro geplant. Außerdem macht der Markt keine neuen Schulden.

Den größten Brocken im Moosbacher Rekordhaushalt 2019 stellt der Umbau des ehemaligen Grundschulgebäudes in Moosbach in Mietwohnungen dar. Der Standort dafür ist neben Kirche, Kindergarten, Grundschule, Hallenbad und Freisportanlagen ideal.
von Peter GarreissProfil

Wegen der Tiefstpreise auf dem Holzsektor will der Markt den Holzeinschlag in den Gemeindewäldern nur auf das Notwendigste drosseln. Dementsprechend fiel auch die Betriebsplanung 2019 für die Gemeindewälder aus. In diesem Zeitraum wird deshalb nur mit 1600 Euro an Erträgen gerechnet. So wird die Altholznutzung 150 Festmeter und die Jungdurchforstung 100 Festmeter und damit voraussichtlich circa 7000 Euro erbringen. Auf 2,2 Hektar wird Jugend- und Kulturpflege mit Unkosten von rund 4.000 Euro betrieben. 300 Festmeter fallen durch Käfer, Wind und Schnee an. Dafür werden Einnahmen von 6000 Euro erwartet. Einstimmig segneten die Gemeinderäte den Forstbetriebsplan 2019 ab.

Den größten Markthaushalt aller Zeiten, sowohl im Verwaltungs- als auch im Vermögenshaushalt, legte Kämmerer Thomas Bodensteiner dem Gremium vor. Im Verwaltungshaushalt sind es 4.988.900 Euro und im Vermögenshaushalt 6.351.400 Euro, also insgesamt 11.340.300 Euro. Ganz gewaltig ist der Vermögenshaushalt mit großen Brocken wie Umbau der ehemaligen Grundschule in Mietwohnungen (1,2 Millionen Euro), Breitbandausbau (1 Million Euro), Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Saubersrieth-Ragenwies-Gemeindegrenze mit 800.000 Euro und nochmals 800.000 Euro für 2020, für die Erschließung des Gewerbegebietes Hammermühle 650.000 Euro, für den Ausbau der Gemeindeverbindungsstraße Isgier - Burkhardsrieth 600.000 Euro, für den Kurpark Moosbach 400.000 Euro, für die Wasserversorgung Gaisheim 300.000 Euro, für die Dorferneuerung Moosbach mit Umgestaltung des Marktplatzes 200.000 Euro, für die Renaturierung des Gruberbaches 220.000 Euro, für die Sanierung der Grundschule 150.000 Euro und je 100.000 Euro für den Neubau eines Feuerwehrhauses in Burgtreswitz und die Sanierung der Ortskirche in Burgtreswitz und vieles andere mehr. Im laufenden Haushalt (Verwaltungshaushalt) kosten die Verwaltung 559.000 Euro, die öffentliche Sicherung 78.000 Euro, die Schulen 363.000 Euro, die Kultur und Musik 204.000 Euro, die soziale Sicherung (Kindergarten usw.) 447.000 Euro, das Hallenbad und der Sport 233.000 Euro, die öffentlichen Einrichtungen (Friedhof, Abwasser) 886.000 Euro, die Wasserversorgung 588.000 Euro. Die allgemeine Finanzwirtschaft (Staatszuweisungen, Steuern, Kreisumlage) bringt 2,96 Millionen Euro und verschlingt 1,336 Millionen Euro.

Stolz war Bodensteiner auf die Entwicklung der Schulden. Lagen diese 2011 noch bei 6,6 Millionen Euro so wurden sie bis 2018 auf 1,83 Millionen Euro abgebaut. Die vom Freistaat gewährten Stabilisierungshilfen in Höhe von 5,3 Millionen Euro haben dazu beigetragen. Für Ende 2019 rechnet der Kämmerer sogar nur mehr mit 1,5 Millionen Schulden. Die Gemeinde würde damit unter dem Landesdurchschnitt liegen. Wegen der damit verbundenen erheblichen Reduzierung des Schuldendienstes (Zinsen und Tilgungen) werden erhebliche Mittel für andere wichtige Dinge (wie Straßenunterhalt) frei. Der Kämmerer zeigte sich erfreut, dass auch 2019 keine Neuverschuldungen eingeplant sind und die bisherigen Grund- und Gewerbesteuerhebesätze unverändert bleiben können. „Strikte Haushaltkonsolidierung seit 2011 habe zu dieser Finanzsituation geführt“, sagte Bodensteiner.

Der Weg der Haushaltskonsolidierung müsse auch weiterhin gegangen werden. Nur mit der eingeplanten finanziellen Unterstützung des Staates von 4,5 Millionen Euro könne der Haushalt realisiert werden. Als nächsten Schritt werden die im Gemeinderat vertretenen Parteien das Zahlenwerk intern beraten. Die Entscheidung ist für 12. Februar vorgesehen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Nachrichten per WhatsApp und Facebook Messenger

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.