05.04.2021 - 11:00 Uhr
MoosbachOberpfalz

Ostern in der Pfarrei Moosbach: "Halleluja Jesus lebt"

Das höchste Fest der Christenheit ist Ostern. Wie in allen anderen Kirchen steht auch in der Pfarrei Moosbach die Hoffnung in dieser heiligen Nacht im Vordergrund - wenn auch in etwas kleinerem Kreis.

Das Taufwasser wurde gesegnet für die neuen Täuflinge.
von Peter GarreissProfil

"Die Kirche in der ganzen Welt hält diese anbrechende für Nacht heilig", sagte Pfarrer Udo Klösel. "Wir begehen das Gedächtnis des österlichen Heilwerkes Christi in der Hoffnung, dass wir am Sieg Christi über den Tod und seinem Leben im Gott einmal teilhaben dürfen." Pfarrer Klösel segnete das Osterfeuer am Kirchplatz, das Mesner Johann Klug entzündet hatte. Er betete „Christus gestern und heute, Anfang und Ende, Alpha und Omega, sein ist die Zeit und die Ewigkeit“. Der Geistliche steckte symbolisch die fünf Wundmale Jesu an die Osterkerze, die Pfarrgemeinderat und Lektor Jürgen Steiner hielt. Anschließend wurde die Kerze an dem Feuer entzündet.

Pfarrer Klösel zog mit der Osterkerze in den Händen gemeinsam mit den Ministranten und den Erstkommunionkindern, die mit teilnehmen durften, in das dunkle, aber festlich geschmückte Gotteshaus ein. Dabei sang der Priester dreimal „Lumen Christi“ – „Deo gratias“, antworteten die Gläubigen. Der Geistliche sang den Lobpreis der seligen Nacht auf Ostern. Eva Wurdack und Margret Kemnitzer trugen die Lesungen vom Alten und Neuen Testament wie die Schöpfungsgeschichte und den Durchzug durch das Rote Meer sowie Jürgen Steiner die Fürbitten vor. Nach dem jubelerfüllten Gloria erstrahlte das Gotteshaus wieder im Lichterglanz, die Glocken läuteten, die Orgel spielte und das kleine Chor-Ensemble setzte zum Gesang ein. Christus ist auferstanden.

Jubel anstelle von Osterruhe

"Eine Osterruhe wollte die Bund-Länder-Konferenz verordnen. Dabei widerspricht dieser Begriff dem, was wir an Ostern feiern", sagte Pfarrer Klösel in der Predigt. Eine Ruhe gebe es nicht. Zum österlichen Jubel über die Auferstehung des Herrn ertönen Glocken, Orgel und Gesang. "Die Botschaft selbst übertönt alles, was am Felsengrabe Jesu geschah. Sie übertönt auch die Totenstille, alles Weinen und Klagen, alle Trauer und Tränen unserer Lieben. Aus der Grabesruhe entsteht der Osterjubel „Halleluja“, Jesus lebt. Ostern meint Unruhe und meint das Aufbrechen neuen Lebens." Er wünschte, dass wir immer neu aufbrechen wie die Osterzeugen damals und immer wieder einen froh machenden, befreiten österlichen Glauben im Herzen tragen und die Osterbotschaft zum Klingen bringen. „Halleluja Jesus lebt“.

Das Osterwasser wurde geweiht. Die Gläubigen legten das Taufversprechen ab, das Chor-Ensemble sang das Taufbundlied. Die Gläubigen wurden mit dem neuen Weihwasser gesegnet. "Der Glanz dieser Nacht wird durch das Halleluja in der Eucharistiefeier verkündet und ist erfüllt vom frohen Jubel über den Sieg Jesu Christi über Sünde und Tod", so der Pfarrer. Die mitgebrachten Speisen wurden gesegnet.

Ostern in Bayern

Deutschland & Welt

Die Kirchenbesucher erhielten beim Verlassen der Kirche coronakonform Osterbrote. Für den neuen Pfarrer Udo Klösel war es die erste Osternachtsfeier in Moosbach. Professor Dr. Alfred Hierold aus Bamberg hielt mit Diakon Herbert Sturm die Auferstehungsfeier in der Filialkirche Tröbes und in der Expositur Etzgersrieth Pfarrer i. R. Andreas Uschold, Weiden. Das Team um Manuel Balk, Stefan Rappl und Sandro Stefinger übertrugen die östlichen Höhenpunkte wieder per Livestream im Internet. Pfarrer Klösel dankte namentlich allen, die zum Osterfest beigetragen haben.

"Eine Osterruhe wollte die Bund-Länder-Konferenz verordnen. Dabei widerspricht dieser Begriff dem, was wir an Ostern feiern."

Pfarrer Udo Klösel

An der Osterkerze brachte Pfarrer Udo Klösel symbolisch die Wundmale Christi an, die Jürgen Steiner in den Händen hielt. Die Osterkerze wurde an dem gesegneten Feuer entzündet und vom Pfarrer ins Gotteshaus getragen.
Die Eucharistiefeier in der Osternacht hielt Pfarrer Udo Klösel. Für ihn war es die erste Osternachtsfeier in Moosbach.
Meist in Körben, bedeckt mit schönen Deckchen, standen die Speisen am Seitenaltar zur Weihe bereit.

 

 

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