15.11.2019 - 11:18 Uhr
MoosbachOberpfalz

Pausenhof muss Wohnungen weichen

Fast zwei Millionen Euro wird der Umbau der alten Moosbacher Grundschule in Wohneinheiten kosten. Der Großteil davon wird aber bezuschusst.

Hier am Allwettersportplatz soll der neue Pausenhof entstehen. Dieser Standort wird von der Schulleitung und den Eltern favorisiert.
von Peter GarreissProfil

Für die Maßnahme werden 1.982.800 Euro fällig. Bürgermeister Hermann Ach erklärte in der Marktratssitzung, dass 1.784.520 Euro davon durch Zuschüsse gedeckt sind. Das Amt für Ländliche Entwicklung habe bereits die Förderzusage erteilt. Auch die mit 158.300 Euro angesetzten Kosten für die 700 Quadratmeter großen Außenanlagen werden mit 90 Prozent bezuschusst. 142.470 Euro davon fließen an Zuschüssen wieder in die Gemeindekasse. Nur 214.110 Euro bleiben damit an der Gemeinde hängen.

Das Vorhaben führt allerdings zu einer Verkleinerung des Pausenhofs. Elternbeirat und Leitung der Grundschule baten deshalb den Bürgermeister um eine Verlegung des Pausenhofes zum Allwettersportplatz (frühere Tennisanlage). Der Ausgang vom Schulhaus in Richtung Allwettersportplatz sei optimal und die Kinder wären dann wesentlich weniger Lärm ausgesetzt. Es würde für die Buben und Mädchen sogar ruhiger wie bisher. Auf Anfrage von Josef Rauch erklärte der Bürgermeister, dass der neue Pausenhof zudem noch größer wie der alte wäre. Der Abschluss einer Vereinbarung zur Kostenübernahme und Sicherung der Zuschüsse mit der Teilnehmergemeinschaft Moosbach II wurde daraufhin die einstimmige Genehmigung erteilt.

Ruhig und gelassen nahm das Gremium auch die Kalkulationen für die ab 1. Januar 2020 geltenden Wassergebühren mit Erhöhungen zur Kenntnis. Der Kubikmeterpreis für Etzgersrieth steigt dann von 0,60 (seit 2014) auf 0,78 Euro. Als Grund dafür gab der Geschäftsleiter den nur mäßigen Wasserverkauf von Etzgersrieth an die Anlage Moosbach und den kostspieligen Einbau einer zusätzlichen Messeinrichtung in Etzgersrieth an. Im Gemeindeteil Gaisheim steigt ab 1. Januar der seit 2016 gültige Wasserpreis von 1,60 auf immerhin 1,88 Euro an. Grund dafür sind die immer mehr steigenden Unterhaltungskosten für das sehr alte Ortsnetz. Nach der ohnehin beantragten Ortsnetzsanierung werden die Wassergebühren in Gaisheim gewiss beträchtlich sinken.

Auch Moosbach muss für den Kubikmeter Wasser künftig stolze 1,97 Euro bezahlen. Bislang waren es nur 1,68 Euro. Erhard Scheuerer war als Brauerbesitzer und Hauptabnehmer darüber nicht begeistert. Er plädierte statt der laufend höheren Gebühren für einen einmaligen Beitrag. Geschäftsleiter Andreas Hofmeister empfahl Scheuerer, durch geeignete Maßnahmen den Wasserverbrauch wesentlich zu reduzieren. Nur für den Bereich der Wasserversorgung Tröbes, Rückersrieth und Ragenwies ergaben die Kalkulationen geringe Entlastungen. So wird dort der seit 2016 gültige Kubikmeterpreis von 2,13 auf 1,99 Euro gesenkt. Auf Anfrage von Marktrat Fritz Steinhilber erklärte Hofmeister, dass die geplanten Wasserableitungen von Etzgersrieth nach Tröbes und Gaisheim mit einer Summe von 1000 Euro in der Kalkulation berücksichtigt wurden. Mit einer Gegenstimme wurden die neuen Wassergebühren genehmigt.

Weitere 1000 Euro erhalten die Gemeinderechtler aus Isgier aus der Waldbewirtschaftung der mit Rechten belasteten Grundstücke. Für die zehn Rechtler werden 10.000 Euro ausgezahlt. Damit wurden seit 1972 pro Recht 22.492 Euro an die Rechtler ausgezahlt. Insgesamt wurden in der Zeit ab 1972 stolze 345.000 Euro Erlöse aus dem Rechtlerwald erzielt. Davon erhalten die Rechtler Zweidrittel und der Markt Moosbach ein Drittel. Die Rechte wurden im Rahmen der Eingemeindungsverträge von 1972 mit Eingliederung von Isgier in den Markt vertraglich geregelt. Die Feuerwehr Moosbach darf das Wappen des Marktes künftig in ihrer Homepage führen.

Klicken Sie hier für mehr Artikel zum Thema:

Für Sie empfohlen

 

Videos aus der Region

Kommentare

Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.

Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.