26.08.2018 - 16:07 Uhr
MoosbachOberpfalz

Rinderzüchter am Zug

Rund 200 Rinder aus 16 Rassen, eines imposanter als das andere, sind bei der Landestierschau des Fleischrinderverbands Bayern in Moosbach zu sehen. Die vielen Besucher erhalten aber noch jede Menge weiterer Informationen.

von Walter BeyerleinProfil

Zum ersten Mal fand die Landestierschau nicht während des Straubinger Gäubodenfests statt. Der Vorsitzenden Erika Sauer war es gelungen, die Ausstellung nach Moosbach zu holen. Am Samstag standen Richtwettbewerbe und eine Hütevorführung mit Hunden auf dem Programm.

Für die Besucher bestand die Möglichkeit, die prächtigen Tiere in den Gattern zu besichtigen und den Züchtern bei deren Pflege zuzusehen. Die Gäste erhielten auch Informationen darüber, wie die Mutterkühe gehalten werden, nämlich auf sogenannten "Grenzstandorten", die maschinell nicht oder nur erschwert bearbeitet werden können. Der Futterwert des Aufwuchses auf diesen Grundstücken sei so niedrig, dass er für Milchkühe und Biogasanlagen zu gering und deshalb uninteressant sei. Mit dem Halten der Mutterkühe auf diesen Grundstücken werd somit seitens der Züchter ein erheblicher Beitrag zu Natur- und Landschaftsschutz geleistet, weil sonst oftmals eine reizvolle Landschaft verschwinden würde.

Bei den Richtwettbewerben wurden die Besucher, soweit sie nicht vom Fach waren, über die Merkmale der einzelnen Rassen aufgeklärt. Die Preisrichter, Sabine Schmidt, Rinderallianz und Zuchtleitung Fleischrinder Region Mecklenburg-Vorpommern, und Martin Piecha, Fachberaterin Fleischrinderzucht Baden-Württemberg, beurteilten die Tiere, gaben über Lautsprecher ihre Einschätzungen bekannt und vergaben mit I a sowie I b die Plätze. Für die am Besten bewerteten Tiere erhielten die Züchter Plaketten.

Hochinteressant war die Hütevorführung von Herbert Sehner mit Border-Collies. Die Hunde sind so ausgebildet, dass sie den Bewegungsablauf der Tiere auf dem Hütegelände auf Kommando steuern können. Sehner machte aber auch deutlich, dass die Rinder keine körperliche Beeinträchtigungen wie Bisse erleiden müssen. "Im Gegensatz zum Wolf beißen sie kein Tier tot". Neben den Richtwettbewerben hatten die Züchter Gelegenheit, sich bei der Landwirtschaftlichen Berufsgenossenschaft über den Bau von Stallungen zu informieren, bei denen der Gesichtspunkt der Unfallverhütung eine erhebliche Rolle spielt. Das Modell eines modernen Rinderstalls gab dazu praktische Anleitung. Am BBV-durften die Besucher ein Rätsel beantworten, die Kinder konnten sich als Melker an einer Kuh versuchen.

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