27.07.2020 - 11:29 Uhr
MoosbachOberpfalz

Startschuss für Digitalisierung an Moosbacher Grundschule

Landtagsabgeordnete Annette Karl (Zweite von links) bespricht mit Bürgermeister Armin Bulenda und Schulleiterin Ulrike Uhlemann (Zweite von rechts) sowie Oberlehrerin Eva Prögler (rechts) das weitere Vorgehen in Sachen Digitalisierung.
von Peter GarreissProfil

Wertvolle Tipps zur Digitalisierung der der Trautwein-Grundschule gab SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl an Schulleiterin Ulrike Uhlemann, Oberlehrerin Eva Prögler und Bürgermeister Armin Bulenda bei einer Zusammenkunft im Lehrerzimmer weiter. Die beiden Vertreter der Schule hielten rund 16.000 Kbit pro Sekunde für völlig unzureichend.

Karl nannte als Grundvoraussetzung einer gelungenen Digitalisierung einen Glasfaseranschluss. Die Gemeinde könne dazu das neue Glasfaserförderprogramm des Freistaates nutzen. Sie versprach, sich für eine höchstmögliche Förderung einzusetzen. Die Schüler brauchen funktionierende Tablets. Bürgermeister Bulenda gab den Bedarf an der Schule mit 16 Tablets mit Stiften und Koffer sowie für die Klassenzimmer einen Drucker an. „Das Geld dafür komme vom Bund“, wusste Karl.

Sie sprach sich auch für eine Vernetzung der Schulen untereinander aus. Dazu sollte das vom Freistaat gestartete Projekt einer gemeinsamen Cloud (Bildungsprojekt Securon) für alle Schulen wieder aufgenommen und zu Ende geführt werden. Digitalisierung brauche auch Systembetreuer an den Schulen. Jeder Landkreis sollte einen Systembetreuer für die Systeme an den Grundschulen haben. Die Kosten könnten nach den Koalitionsvereinbarungen vom Bund übernommen werden, wenn die Länder im Gegenzug Weiterbildungsmaßnahmen für ihre Lehrer initiieren.

Gerade im Grundschulbereich müssen Lerninhalte „begriffen“ werden, im wahrsten Sinne des Wortes, das heiße, die Feinmotorik muss mit Schwungübungen, Zahlen schreiben usw. trainiert werden. Das gehe nicht auf einem Tablet, sondern nur auf Papier oder klassischen Tafeln. Um hier nicht allen Eltern immense Druckkosten zuzumuten, forderte Karl eine einheitliche „Erstklässler-Mappe“ für alle Grundschulen in Bayern mit den entsprechenden Arbeitsblättern, finanziert vom Freistaat und verteilt über die Schulen. „Digitalisierung macht Unterricht nicht besser oder schlechter, sondern anders“, gab Karl zu bedenken. Bulenda hat seine Verwaltung angewiesen, die notwendigen Schritte in Zusammenarbeit mit der Grundschule in die Wege zu leiten.

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