13.09.2020 - 16:28 Uhr
MoosbachOberpfalz

Streit um die Nutzung der Kegelbahn

Der Sportkegelclub Blau-Weiß Moosbach ist nun schuldenfrei. Im Oktober 2019 hat der Verein die letzte Rate für den Bau der Kegelbahn vor 30 Jahren bezahlt.

105.000 Euro brachte der Kegelverein in den letzten 30 Jahren für den Bau der Kegelbahn auf. Jetzt wurde sie vom Wirt Georg Grötsch modernisiert. Kernstück der Bahn ist seine moderne Computer- und Anzeigetechnik.
von Peter GarreissProfil

Zur Jahreshauptversammlung des Sportkegelclubs Blau-Weiß Moosbach trafen sich die Mitglieder im Vereinslokal Grötsch (Zum Michldammer) in Saubersrieth. Vorsitzender Heinrich Forster blickte auf die Ereignisse des Jahres 2019 zurück, als das 50-jährige Gründungsfest im Mittelpunkt stand. Das Fest bezeichnet Forster als rundum gelungen. Er dankte allen Helfern, dem Pizza-, Grill- und Ausschankteam und den Bedienungen. Das geplante Sommernachtsfest musste heuer wegen Corona abgesagt werden.

2019 stand auch die weitere Nutzung der Kegelbahn in der Diskussion. Im Oktober 2019 bezahlte der Kegelclub die letzte Rate für den Kegelbahnbau vor 30 Jahren. Schatzmeisterin Tanja Kappl berichtete, dass der Kegelclub in den 30 Jahren mit insgesamt 105.282 Euro die Schulden abbezahlt hat und jetzt eine geordnete Kassenlage vorweisen könne.

Der Vorsitzende erklärte, dass der Vereinswirt die Kegelbahn 2019/20 sanierte. Nun standen Verhandlungen über die künftigen Nutzungsbedingungen an. Nachdem der Wirt keine Vorschläge unterbreitet habe, machte der Vorstand einen Vorschlag unter Berücksichtigung des seinerzeit abgeschlossenen Pachtvertrages, in welchem notariell geschrieben steht, dass der Kegelverein die Kegelbahn baut und das Darlehen abbezahlt, der Vereinswirt dem Verein aber jährlich 8000 D-Mark bezahlt.

Dieses Geld floss aber nie, musste auch nicht, denn es tauchte plötzlich ein Schreiben auf, in dem diese Vereinbarungen für nichtig erklärt wurden. „Nun sollen wir aber Nutzungsgebühren bezahlen, als ob der Kegelverein das Ganze nicht gebaut hätte“, bedauerte Vorsitzender Heinrich Forster. Auch die unzähligen Arbeitsstunden der Mitglieder beim Bau seien nicht berücksichtigt worden. Forster kündigte deshalb an, bei den Wahlen 2021 nicht mehr anzutreten.

"Unser Vorhaben, den Verein schuldenfrei zu übergeben, ist aber gelungen", freute sich Forster. Auskunft über die sportliche Seite des Vereins gab Sportwart Mario Thalhauser. Für die letzte Saison wurden 21 Kegler und fünf Mannschaften gemeldet. Die erste Herrenmannschaft spielt wieder in der höchsten Klasse des Kreises Weiden. Zuletzt erreichte man einen guten zweiten Tabellenplatz. Beste Kegler der Herren I waren Georg Grötsch mit einem Schnitt von 528,5 Holz, vor Mario Thalhauses (524,9) und Michael Bock (520,1).

Bei den Herren II waren es Wolfgang Ring mit 511,9 Holz, Stefan Stauber (514,4) und Wolfgang Bergmann (488,3). Die Damen I spielte in der Bezirksliga und belegte mit Platz 5 eine Superplatzierung. Christine Bergmann hatte einen Gesamtschnitt von 525,3 Holz vor Katrin Grötsch (498,3) und Michaela Schrödl (485,7).

Seit langer Zeit konnte der Verein endlich wieder eine gemischte Mannschaft anmelden. Hier erzielte Matthias Puff mit 490,8 Holz den besten Schnitt vor Johannes Schödl (472,7) und Felix Forster (453). Schüler- und Jugendwart Martin Puff berichtete wegen Corona von einem eingeschränkten Spielbetrieb. Dabei spielte Sebastian Puff in acht Jugendspielen in der Spielgemeinschaft Altenstadt/Wernberg/Moosbach mit und nahm an den Kreismeisterschaften in Weiden teil. Bei seinem besten Spiel in Eslarn in der gemischten Mannschaft erreichte er sehr gute 497 Holz.

Einstimmig genehmigte die Versammlung anschließend zahlreiche Satzungsänderungen, bei denen es um Vorschriften zur Beibehaltung der bisherigen Gemeinnützigkeit ging.

Bürgermeister Armin Bulenda versprach mitzuhelfen, damit die bisherige gute Arbeit im Kegelclub weitergeführt werden kann. Vorsitzender Forster gab abschließend bekannt, dass im Oktober die Wettkämpfe beginnen sollen.

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