Die Worte des Liedes von Johann Friedrich Räder „Harre meine Seele, harre des Herrn“, treffen nach Pfarrer Josef Most auf Leben und Sterben von Ingeborg Petzold zu. Sie hat ihr Leben Gott anheim gestellt und dabei erfahren, in allen Stürmen, in aller Not, ist er Schirm und Schutz.
Pfarrer Most blickte im Requiem zurück auf ein Leben, das erfüllt war von Liebe und Glauben, aber auch von Schmerz und Krankheit. Begonnen hat es am 8. Dezember 1928 in Ronneburg in Thüringen. Ihre Eltern waren Johann und Anna Donhauser, geb. Busch. Aufgewachsen ist Petzold bei ihrer Tante Katharina Grundler in Moosbach. Ihre Zwillingsgeschwister blieben im Osten. Schwester Hildegard lebt noch bei Gera, während Bruder Franz vor zehn Jahren verstorben ist. Nach der Schulzeit lernte die Verstorbene das Schneiderhandwerk. Bei der Bevölkerung war Ingeborg Petzold besser als „Busch Inge“ bekannt. Den Bund der Ehe schloss sie am 5. Mai 1951 in Moosbach mit ihrem Bräutigam Heinz Petzold, der aus Auerbach im Vogtland kam. Aus der Ehe stammt Sohn Helmut, der jetzt in München beim Bayerischen Rundfunk arbeitet und um seine herzensgute Mutter trauert.
Die Verstorbene war eine liebevolle Frau und Mutter. Dazu passt auch die gute eheliche Gemeinschaft mit ihrem Ehemann Heinz, der bereits am 1. Mai 2015 mit 87 Jahren verstarb. Dies war ein tiefer Einschnitt in ihrem Leben. Mit ihrer Gläubigkeit und viel Gottvertrauen hat sie die letzten Jahre tapfer durchgetragen, wozu auch die monatliche Krankenkommunion beigetragen hat. Aber ihre Gehbehinderung hat sie immer einsamer gemacht. Sie ist am 26. September verstorben.
Die Veeh-Harfen des Frauenbundes spielten in der Kirche und Wilma Wallner sang dazu „Gott wird dich tragen“. Der Kirchenchor unter Leitung von Hubert Reimer gestaltete die Trauerfeier in der Kirche und am Friedhof mit. Vorsitzende Angela Striegl vom Frauenbund nahm Abschied von ihrem Gründungsmitglied Ingeborg Petzold am offenen Grab. Sie war eine Frau der ersten Stunde, als sie am 30. März 1971 zusammen mit etwa 30 Frauen und Pfarrer Josef Fromm den Zweigverein Moosbach gründeten. Sie war ein freundliches und fröhliches Mitglied, die gerne an allen Veranstaltungen teilgenommen hat, so lange sie konnte. Auch der OWV würdigte die Verstorbene durch zweiten Vorsitzenden Peter Franz. Sie war seit 1988 Mitglied im OWV. Für ihre Treue wurde sie ausgezeichnet. Für den OWV stellte Franz eine Blumenschale ans Grab.












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