724.000 Euro fließen in den Umbau der ehemaligen Grundschule in Wohnungen. Aus dem Programm "Förderoffensive Innen statt Außen" geht ein Großteil davon zurück in die Gemeindekasse. Der Zuschlag für die Baumeister- und Abbrucharbeiten ging an die Firma Radu aus Auerbach mit 414.958 Euro. Die Fenster werden von der Firma Distner aus Wiesau für 127.487 Euro geliefert. Die Fassadenverkleidung erstellt die Firma Dieß aus Roding für 178.969 Euro. Die Kosten aller drei Gewerke liegen sehr nahe an den Kostenvoranschlägen des Ingenieurbüros Sowatec aus Letzau.
Der inzwischen 35 Jahre alte Personenaufzug im Rathaus kam bei der letzten Prüfung des TÜV nicht gut weg. Bis 30. September 2020 wurde der Kommune nun Termin für eine Generalsanierung bzw. Erneuerung gewährt. Alles spricht derzeit von Barrierefreiheit, deshalb kann auf den Aufzug nicht verzichtet werden. Die Räte gaben deshalb grünes Licht für eine Erneuerung, die noch in diesem Jahr erfolgen soll. Den Auftrag erhielt die Firma Niekrawietz aus Flossenbürg mit einer Summe von 55.085 Euro. Gleichzeitig soll auch ein Wartungs- und Notrufaufschaltungsvertrag für jährlich 1.238 Euro abgeschlossen werden.
Mit der Feuerwehr Burgtreswitz besteht Einvernehmen über die Finanzierung des neuen Gerätehauses. Als erstes Gewerk soll nun die Bodenplatte hergestellt werden. Die Arbeiten werden in Eigenregie von der Feuerwehr erledigt. Das Material dazu besorgt die Gemeinde. Derzeit laufen die Ausschreibungen für das Material bei zahlreichen Firmen. Bürgermeister Hermann Ach erhielt den Auftrag mit dem wirtschaftlichsten Bieter den Kaufvertrag abzuschließen. Der Gemeinde obliegt die Verpflichtung, alle Jahre die Straßensinkkästen und die Schmutzfänger im Rahmen der Abwasserbeseitigung zu entleeren. Es handelt sich dabei um 800 Sinkkästen verteilt auf die gesamte Gemeinde. Für die Arbeiten wurden von der Marktkämmerei Kostenangebote bei verschiedenen Firmen eingeholt. Den Zuschlag erhielt die Firma Lober aus Neunburg vorm Wald als billigster Bieter für 8.550 Euro. Josef Hierold schlug vor zu prüfen, gleich ein entsprechendes Gerät selbst zu beschaffen. Die Kosten dafür bezifferte Geschäftsleiter Andreas Hofmeister auf run 20.000 Euro. Hierolds Vorschlag wurde daraufhin nicht weiter verfolgt.
Nichts einzuwenden hatten die Räte gegen den Neuabschluss eines neuen Stromkonzessionsvertrages zum 1.11.2022. Die Konzessionsabgabe erhalten die Kommunen für das Verlegen von Stromleitungen in Gemeindegrund. Als Vertragsgrundlage galt der vom Bayerischen Gemeindetag in München erstellte Mustervertrag. Auch mit den vom Ingenieurbüro erstellten Plänen und Berechnungen für den Antrag auf die wasserrechtliche Erlaubnis zur Einleitung von Niederschlagswasser für das gesamte Gemeindegebiet war das Gremium einverstanden. Eventuelle Forderungen der Wasserrechtsbehörden, im Gemeindeteil Gaisheim ein Regenrückhaltebecken zu errichten, will die Kommune durch die im Ort vorhandene Weiheranlage verhindern.
Zu Kenntnis nahm das Gremium das Jahresergebnis 2018 des Kindergartens St. Anna in Moosbach. Der bereinigte Fehlbetrag für 2018 liegt bei 2.668 Euro. Dieser relative Haushaltsausgleich täuscht, denn er enthält einen Überschuss aus dem Jahre 2017 von über 60.000 Euro. Die Räte befürchteten, dass es aufgrund der momentan niedrigen Geburtenzahlen (2018: nur 18) künftig zu Finanzierungsproblemen kommen wird. Bemängelt wurde, dass der Träger des Kindergartens den Haushalt 2019 noch nicht vorgelegt hat. Ab 2020 wollen die Gemeinderäte den Haushalt jeweils bis spätestens 1. März auf dem Tisch liegen sehen. Genehmigt wurde aber trotz Fehlen des Haushaltes der Stellenplan 2019 mit den darin enthaltenen 11 Planstellen (eine Leiterin, vier Erzieherinnen und sechs Kinderpflegerinnen). Das Kommunalwahlgesetz gibt für die Wahlen 2020 schon ihre ersten Termine vor. Zum Wahlleiter dafür wurde Geschäftsleiter Andreas Hofmeister und zu seiner Stellvertreterin die neue Marktkämmerin Jesica Piehler berufen.
Bürgermeister Hermann Ach gab bekannt, dass die vom Gemeinderat in der August-Sitzung getroffenen Beschlüsse über die Zukunft der Wasserversorgung nun dem Gesundheitsamt, dem Landratsamt und dem Wasserwirtschaftsamt zur Kenntnis gegeben werden. Das Ingenieurbüro Zwick ist dabei die Antragsunterlagen zu erstellen. Nach den Förderrichtlinien sind die getroffenen Baumaßnahmen dann bis 31. Dezember 2021 abzurechnen. Erhard Scheuerer hielt den geplanten Umbau des Kiosks im Kurpark für zu klein. Der Pächter verlange mehr Stauraum für seinen Betrieb. Ach erklärte, dass darüber schon diskutiert wurde.
Josef Rauch sprach erneut den erforderlichen Zubringer von Moosbach zum Bocklweg in Lohma an. Bürgermeister Ach erklärte, das sich für das Problem Ortsdurchfahrt Gröbenstädt nun eine Lösung mit dem Staatlichen Bauamt anbahne. Rauch erkundigte sich auch für den Stand des geplanten Kräutergartens in der Ortsmitte. Ach erklärte, dass man nun ein reduziertes Projekt zur Förderung eingereicht habe. Schließlich wollte Rauch noch wissen, ob für die Gemeinde nach dem "Aus des Windradprojektes" Kosten für die Gemeinde anfielen. Der Rathauschef verneinte dies. Josef Hierold sprach eine Regelung für die Pflege der im Eigentum der Gemeinde stehenden Grünfläche hinter der Pfarrkirche an. Der Bürgermeister wird mit dem Pfarrer sprechen.
Josef Schafbauer bemängelte in eigener Sache, dass Oberflächenwasser in sein Anwesen eindringt. Ach erklärte, dass eben die Regenereignisse immer stärker werden.
Rauch sprach auch die Sturmschäden an der Kirche in Burgtreswitz an. Ach erklärte, dass Baugrunduntersuchungen in Auftrag gegeben wurden. Dabei werde auch festgestellt, um wie viel Grad sich der Kirchturm schon geneigt habe. Darauf aufbauend will man die notwendigen Maßnahmen treffen. Mit grob geschätzten Kosten von 350.000 Euro könne gerechnet werden. Das vom Sturm herab geworfene Gusseisen-Kreuz werde derzeit nicht angebracht. Ein neues Kreuz aus Alu sei denkbar. Karl Liebl schlug vor, das Gotteshaus der Kirche zu schenken.














Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich anmelden.
Bitte beachten Sie unsere Nutzungsregeln.