15.10.2020 - 15:18 Uhr
Muckenthal bei WiesauOberpfalz

Der Faschingskalender von "Weiß-Blau" Wiesau bleibt leer

Die Faschingsgesellschaft leidet unter der Pandemie. Der Sturm aufs Rathaus, der Gala-Abend und der Rosenmontagsumzug sind abgesagt.

Bürgermeister Toni Dutz (links) gratulierte zur neuen, verjüngten Vorstandschaft. Im Bild (von rechts): Nadine Kneißl, Roland Oppl, Roland Dürnhofer, Verena Haberkorn, Helmut Gleißner, Kathrin Gleißner, Vanessa Haberkorn, Theresa Oppl und Jonas Klarner.
von Werner RoblProfil

Bei der Jahreshauptversammlung der Faschingsgesellschaft "Weiß-Blau" macht sich Enttäuschung breit. Die kommende Saison ist bereits abgehakt. Folglich wird es auch keine neuen Prinzenpaare geben. Nach dem Rechenschaftsbericht der Vorsitzenden Kathrin Gleißner stand die Frage zur Debatte: Was könne man zum Fasching anbieten? Die Entscheidung, die im Gasthaus Gleißner danach folgte, wurde von allen Anwesenden getragen: Der Faschingskalender 2020/2021 bleibt leer.

Schutz vor Ansteckung hat Vorrang

Abgesagt wurde der Sturm auf das Rathaus am 11. November. Nicht stattfinden werden auch der Gala-Abend im Pfarrzentrum und der Rosenmontagsumzug. "Die Auftritte werden wohl auch ausbleiben müssen." Wo und wann man die geplanten Mitgliederehrungen vornehmen könne, werde man im kleinen Kreis noch besprechen, ergänzte Kathrin Gleißner.

Trotz der Enttäuschung war man sich einig: der Schutz vor einer möglichen Ansteckung habe Vorrang vor dem bunten Treiben. "Damit steht fest, dass unsere Prinzenpaare Theresa I., Jonas I., Amelie I. und Jonas V. im Amt bleiben werden", fasste Vorsitzende Kathrin Gleißner zusammen. Die Arbeit der Kinder- und Jugendgarde - gerade erst aufgebaut - wurde laut Kathrin Gleißner wieder "abgeblasen". Dies bedauern auch die Trainerinnen Christina Hößl, Nadine Kneißl und Kathrin Gleißner, die neben ihrem Amt als Vorsitzende auch die Betreuung des Tanznachwuchses übernommen hatte.

Die Ratlosigkeit dürfe aber nicht zum Stillstand führen, mahnte die Vorsitzende zum weiteren Zusammenhalt in der 83 Mitglieder starken Faschingsgesellschaft. In welcher Form man die Leistungen der Tanzgruppen jedoch würdigen und vorstellen könnte, blieb bei der Mitgliederversammlung aber noch offen. "Schön wäre es, wenn sie sich wenigstens den Eltern vorstellen könnten", empfahl Gleißner eine interne Show, um die Arbeit der Kinder und Jugendlichen "in schöner Form zu würdigen."

Gleißners Rückblick ergänzte deren Ehemann Helmut in seiner Funktion als Erster Präsident. "Wir haben die zurückliegende Saison gut gemeistert", zog er ein positives Fazit. Als eine "gelungene Idee" bezeichneten Kathrin und Helmut Gleißner die Anmietung des Gemeindemobils, um damit zu den Veranstaltungen zu reisen. "Durch die Bereitschaft der Mitfahrenden, die Kosten zu übernehmen", wurde die Vereinskasse geschont", bedankte sich die Vorsitzende. Zum ersten Mal besuchte man das Jugend-Garde-Treffen in Nabburg. Eine Premiere waren die Ehrungen beim Galaabend im Januar 2020, erfuhr man beim Mitgliedertreffen in Muckenthal.

Ergebnis der Wahlen

Bei den Wahlen wurde Kathrin Gleißner als Erste Vorsitzende bestätigt, neue Zweite Vorsitzende wurde Vanessa Haberkorn, nachdem sich Irmgard Hegen für das Amt nicht mehr zur Verfügung stellte. Helmut Gleißner wurde als Präsident bestätigt. Die Aufgaben der Vize-Präsidentin übernahm Theresa Oppl. Das Amt der Schriftführerin wurde Verena Haberkorn in die Hände gelegt. Kassier bleibt Jonas Klarner. Die Kasse prüft Nadine Kneißl. Roland Dürnhofer bleibt Hofmarschall. In die erweiterte Vorstandschaft, als Beisitzer, wurde Roland Oppl berufen.

In seinem Grußwort würdigte Bürgermeister Toni Dutz die Verdienste Irmgard Hegens und Ulrike Geyer-Rosenthals, die sich aus der Vorstandschaft verabschiedeten. "Ohne die beiden Frauen würden wir heute nicht hier sitzen", unterstrich Dutz das Engagement der Wiesauerinnen

 

 

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