Im zweiten Anlauf möchte die Bayerische Eisenbahngesellschaft (BEG) einen neuen Zuganbieter für die Strecke Hof–München über Weiden und Regensburg finden. Im Oktober 2024 war eine Ausschreibung abgebrochen worden, weil die abgegebenen Angebote allesamt zu teuer waren. Diesen Montag hat die BEG die erneute Ausschreibung ab Dezember 2028 bekanntgemacht. Demnach sollen ab 2030 auf dem Abschnitt von Regensburg nach Hof Akkuzüge eingesetzt werden.
Konkret bezieht sich die Ausschreibung auf den Zeitraum von 2028 bis Ende 2043 und sieht einen jährlichen Umfang von 2,2 Millionen Zugkilometern vor. Aktuell ist DB Regio auf dieser Strecke unterwegs. Laut der BEG sehe die Ausschreibung zwei Betriebsstufen vor. „Ab Ende 2030 sollen erstmals Hybridfahrzeuge auf der Strecke eingesetzt werden, wodurch der bisherige Lokwechsel in Regensburg entfällt“, heißt es in der Mitteilung dazu.
Zwei Phasen
Die Ausschreibung sieht dabei zwei Phasen vor: Von Dezember 2028 bis Ende 2030 sollen weiterhin Diesel-Loks zum Einsatz kommen. Ab dem Fahrplanwechsel 2030 sieht der Plan dann bei gleichbleibendem Anbieter einen Wechsel auf Akkuzüge vor. Dies soll den Lokwechsel in Regensburg überflüssig machen. Dadurch soll Zeit eingespart werden, außerdem soll eine mögliche Quelle für Verzögerungen eliminiert werden.
An der Taktung soll sich nach der Neuausschreibung nichts ändern: Alle zwei Stunden wird ein Zug auf der Strecke durchfahren. Im Vergleich zur abgebrochenen Ausschreibung stellt die BEG beim erneuten Versuch in verschiedenen Bereichen niedrigere Anforderungen an die Anbieter. So sah die abgebrochene Ausschreibung südlich von Regensburg zu Stoßzeiten bis zu 800 Sitzplätze vor. Jetzt erwartet die BEG noch 550 Plätze auf dem Abschnitt zwischen München und Regensburg.
Zuverlässigeres Angebot
Im Vordergrund stehe bei der Ausschreibung die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Pünktlichkeit, zitiert eine BEG-Mitteilung Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter. Der Einsatz von Akku-Zügen könne dabei helfen, da eine mögliche Störungsquelle eliminiert würde.
Neu wäre ab 2028 zudem ein neuer Haltepunkt in Regensburg. Einzelne Züge sollen künftig am Halt Regensburg-Wallhallastraße halten. Der Haltepunkt soll bis Dezember 2028 erstellt werden. Der Halt befände sich dann im Norden der Stadt, nicht weit vom Donau-Einkaufszentrum entfernt.
Die Angebotsabgabe durch die Eisenbahnverkehrsunternehmen ist für das dritte Quartal 2026 geplant, die Vergabeentscheidung soll Ende 2026 erfolgen. Detaillierte Informationen zum Vergabeverfahren sind im Steckbrief auf der Webseite der BEG verfügbar.













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