Feld bei Münchenreuth fängt bei Drescharbeiten Feuer

Münchenreuth bei Waldsassen
15.07.2022 - 10:18 Uhr

Ein Großaufgebot an Einsatzkräften war am Donnerstag bei einem Flächenbrand in der Nähe von Münchenreuth vor Ort. Das Feuer breitete sich in Richtung Pechtnersreuth aus und bedrohte ein Waldstück.

Die Rauchschwaden waren schon von weitem zu sehen. Ein etwa 7 Hektar großer Flächenbrand eines Getreidefelds forderte am Donnerstag gegen 13.30 Uhr ein Großaufgebot an Feuerwehrleuten am Ortsrand von Münchenreuth. Nach Angaben der Polizei Waldsassen war ein Landwirt gerade bei Drescharbeiten, als er plötzlich den Brand des Feldes wahrnahm. "Das Getreidefeld hatte sich vermutlich durch Funkenflug im Mähdrescher entzündet", heißt es zur Ursache.

Nachdem der Landwirt die Feuerwehr per Notruf alarmiert hatte, begann er sofort mit Pflugarbeiten. Damit ließ sich der Mitteilung zufolge ein weiteres Ausbreiten des Feuers in das unmittelbar angrenzende Waldstück in Richtung Pechtnersreuth verhindern. Weitere Landwirte halfen dabei, die Fläche mit Eggen zu bearbeiten.

"Dank des unverzüglichen Handelns sowie den schnell zur Stelle gewesenen Freiwilligen Feuerwehren aus Waldsassen, Münchenreuth, Konnersreuth und Querenbach konnte Schlimmeres verhindert und der Flächenbrand ca. 30 Meter vor dem Waldstück gestoppt werden."

Unterstützung erhielten die Feuerwehren auch von der benachbarten Berufsfeuerwehr aus Eger, die ebenfalls mit zwei Fahrzeugen und vier Mann vor Ort waren. Mehrere Landwirte unterstützen die Feuerwehren zudem mit Güllefässern, indem sie die gesamte Fläche mit Löschwasser wässerten um mögliche Glutnester zu vernichten. Die Freiwilligen Feuerwehren waren mit mehreren Fahrzeugen und rund 60 Einsatzkräften vor Ort. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Der Schaden am Getreidefeld dürfte mehrere Tausend Euro betragen.

Wie es hieß, überwachte auch ein Kleinflugzeug die Löscharbeiten. Tobias Tippmann, Kommandant der Feuerwehr Waldsassen und Leiter des Einsatzes, teilte auf Anfrage von Oberpfalz-Medien mit, dass es sich dabei um einen der Luftbeobachter handelte. "Die sind momentan täglich unterwegs", so Tippmann über die routinemäßigen Flüge. "Aber das war schon super", beurteilt der Kommandant die Unterstützung aus der Luft; denn auf diese Weise hätte die Brandschützer gut sehen können, wo noch besonderer Einsatz nötig sei. In Münchenreuth vor Ort war auch die Feuerwehr Bärnau, die ihre Drohne mit der Wärmebildkamera zum Einsatz brachte. "Das ist schon eine gute Technik", so Tippmann über die Unterstützung der Löscharbeiten.

 
 

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