Schlüsselclub Münchenreuth: Lokale Faschingszug-Themen auf Privatgrund

Am Faschingsdienstag ließen sich die Michareither ihren Spaß nicht nehmen: Für den wegen der Corona-Pandemie abgesagten Gaudiwurm organisierte die Dorfgemeinschaft kreativen Ersatz.

von Josef RosnerProfil

Auch wenn heuer der Faschingszug abgesagt war: Ein paar Spitzen gegen die Nachbarn müssen sein, dachten sich die Schlüsselcluberer am Faschingsdienstag. Die Themen der Serie mit Beiträgen aus dem Michareither Fosnatbladl wurden am Nachmittag noch einmal szenisch aufgearbeitet – mit Darstellungen auf den von der Straße aus einsehbaren Privatgrundstücken. Das Prinzenpaar Stefanie I. und David I. fuhr die Stationen im Cabrio ab.

Schlüsselclub-Präsident Alexander Hübner, der im beim Faschingszug immer extrem derbleckten Konnersreuth wohnt, hieß den Mitarbeiter von Oberpfalz-Medien willkommen. „Kommen Sie her, bei uns sind Sie jederzeit willkommen, Sie werden reingelassen“, in Anspielung auf eine Marktratssitzung in der Marktgemeinde, wo die Presse vor verschlossenen Türen stand.

Markträte schauen verlegen

Das Konnersreuther Rathaus, dargestellt am ehemaligen Schulhaus, war tatsächlich versperrt. Lediglich ein paar Markträte schauten recht verlegen aus dem Fenster. „Arsch läck´n, heier gibt’s nix“, hieß es da lapidar.

Der anschließende Rundgang führte in den "1. Stiftländer Biergarten" mit Luis Hart und drei eigens eingebrauten Biersorten. Serviert wurde Dunkles, Helles und Weizen. Unweit davon prangte der futuristische Konnersreuther Maibaum. Laute Helau-Rufe steuerte das Prinzenpaar bei, das derweil im Cabrio seine Runden drehte.

Schaulustige in Münchenreuth

Weiter ging es zum Kunsthaus Münchenreuth, in Anspielung an die deutlich kleinere Konkurrenz in der Klosterstadt. Weitere Themen waren das Konnersreuther Radonbad, das eigens hergestellte Heilwasser gegen Corona, die enorme Bildpräsenz des neuen Mitterteicher Bürgermeisters sowie die Schließung des Plößberger Campingplatzes.

Und immer wieder verirrten sich Schaulustige, die einen kurzen Blick auf die Motive des Münchenreuther Faschingszugs warfen. Alexander Hübner war traurig, dass es heuer nicht die tollen Höhepunkte wie in den vergangenen Jahren gab. „Aber im nächsten Jahr packen wir wieder an, dann wird es noch schöner und toller."

Der letzte Teil der Serie mit Beiträgen aus dem Michareither Fosnatbladl

Münchenreuth bei Waldsassen

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