1973 von Johann Nickl und den Münchsreuthern gegründet, kann der Kapellenbauverein heuer jubilieren. Dankbar blickt das Dorf auf die Gründungszeit des Vereins und den Bau ihrer Marien-Kapelle zurück. Damals, jetzt und immerdar ist das Kirchlein Ausdruck des Gemeinschaftsgeistes der Dorfbewohner. Der Kapelle bescheinigt die Bevölkerung zeitlose Schönheit. 1975 eingeweiht, nagt allerdings der Zahn der Zeit am schmucken Gotteshaus. Die Mitglieder des Kapellenbauvereins blicken deshalb besorgt auf die viele kleinen Gebäudeschäden, die im Laufe der Zeit entstanden sind.
„Wir müssen das Thema angehen“, fordert Vorsitzender Albert Nickl. In der Jahreshauptvesammlung findet er dafür die volle Zustimmung. Nickl verweist nach Besichtigungen durch Firmenvertreter und Architekt Wolfgang Schultes unter anderem auf Schäden in der Holzdeckenverkleidung, auf Baumängel im Dachbereich, bei den Dämmfolien, auf Rissebildungen und auf undichte Fenster.
Zeit zum Handeln, heißt es nach dieser Schadensauflistung. Mit Blick auf das 50-jährige Weihejubiläum im Jahr 2025 stellt das eine große Aufgabe mit gewaltigem Investitionsbedarf dar. Albert Nickl nennt Sanierungskosten bis zu 120.000 Euro. Für den Verein eine gewaltige Summe ohne große Aussichten auf Fördergelder.
Eine riesige Herausforderung, wie Albert Nickl anmerkt. „Ohne Finanzierungskonzept keine Baumaßnahme“, stellt der Vorsitzende klar, der dennoch hofft, einige Zuschussgeber zu finden. „Daueroptimist“ Nickl rechnet zudem mit der Unterstützung der Dorfbewohner in Form von Eigenleistungen. Ein Szenario, das auch Pfarrer Adrian Kugler bewegt. Er sagt seine Unterstützung bei Förderanträgen im kirchlichen Bereich zu.
Das Einweihungsjubiläum des Kirchleins im Jahr 2025 schon im Blick, regen die Versammlungsteilnehmer den traditionellen Sternbittgang der Pfarreiengemeinschaft Speinshart nach Münchsreuth an. Pfarrer Adrian empfiehlt den Mitgliedern zudem, zu einem alljährlichen Patroziniums- oder Weihefest mit einem Freiluftgottesdienst einzuladen.
Rasch erledigt sind die weiteren Tagesordnungspunkte. Nach dem Totengedenken für drei Mitglieder informiert Kassier Albert Schmid die Versammlung über einen soliden Kassenstand. Der Münchsreuther ist auch Vorsitzender der Hirthausfreunde. „Mustergültig geführt“, erklärt Kassenprüfer Anton Knier.
Schließlich gilt der besondere Dank des Versammlungsleiters der Klosterpfarrei für den monatlichen Gottesdienst in der Kapelle und den vielen Kümmerern vom Mesnerdienst bis zur Pflege der Außenanlagen. Auch die musikalische Begleitung der Gottesdienste durch Hermann Schreml findet besondere Anerkennung.
Marienkapelle Münchsreuth
- Gegründet 1973, geweiht am 4. Mai 1975
- Kapellenbauverein kümmert sich um Unterhalt.Vorsitzender, Bürgermeister Albert Nickl, Stellvertreterin Irene Walter, Schriftführer Hermann Schmid, Kassier Albert Schmid.
- 50. Weihejubiläum im Jahr 2025













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