17.07.2019 - 18:15 Uhr
NabburgOberpfalz

Alles andere als „hinter dem Mond“

Altvertrautes in der eigenen Stadt mit neuen Augen sehen: Das möchte die Imagekampagne des Netzwerks Nabburg bewirken. Bei einer Finissage blicken die Mitglieder auf Ziele und Erreichtes.

Zur feierlichen Finissage kamen viele Mitwirkende und Ehrengäste noch einmal auf die Brandlwiese, wo vor fast einem Jahr die aufwendige Imagekampagne mit der Enthüllung des ersten Bildes begann.
von Redaktion ONETZProfil

Bei kühlen Getränken und Musik von Youngstern der Jugendblaskapelle Nabburg und der Band "Jagdklub 1908" wurde der Kampagnen-Abschluss gefeiert. Auf der Brandlwiese begann vor fast einem Jahr mit der Enthüllung des ersten von zehn originellen Bildbeiträgen eine aufwendige Imagekampagne. Auf sechs großen Aufstellwänden in und um Nabburg präsentierten die Organisatoren die Vorzüge der Heimatgemeinde, herausgearbeitet und in den Fokus gerückt mit Bildideen, welche von dem Fotografen Klaus Kurz in sieben Terminen umgesetzt wurden. Projektleiterin Elisabeth Troidl ist begeistert: "Die Kampagne ließ sich erfolgreich umsetzen, da die 170 Mitwirkenden auf den Fotos wunderbar mitgemacht haben. So entstand ein einzigartiges und einprägsames Gesamtbild, darauf kann man richtig stolz sein."

Unter den Gästen waren der stellvertretende Landrat Arnold Kimmerl, Nabburgs Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann, Dritte Bürgermeisterin Heidi Eckl, Sponsorenvertreter Karl-Heinz Grundt (GT Elektronik) sowie Stadträte. Arnold Kimmerl begrüßte die Imagekampagne als gelungene Aktion: "Mit Gemeinschaft und Zusammenhalt kommt man weiter." Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann, der in Vertretung des sich im Krankenstand befindlichen Bürgermeisters Armin Schärtl gekommen war, bedankte sich für die Gründung der Arbeitsgemeinschaft. Die Imagekampagne tue der Stadt sichtlich gut. Nabburg investiere in Kampagnen wie diese, um die Attraktivität der Stadt weiter zu fördern. Positive Stimmen habe es aus der Bevölkerung gegeben. Das zeige deutlich auf, "dass genau diese Kampagne für Begeisterung und auch Diskussionen sorgt."

Karl-Heinz Grundt, der in Vertretung aller Sponsoren an den Feierlichkeiten teilnahm, unterstrich die Bedeutung der Kampagne der Netzwerker auch für die Industriebetriebe am Ort. Diese fördere soziale Kontakte, sei wichtig für die Kaufkraft und die Entstehung von Arbeitsplätzen. "Die Stadt Nabburg kann sich glücklich schätzen, solch eine Mannschaft zu haben", so Grundt.

Gisela Westiner gab zu bedenken, dass gerade im Zeitalter weltweiter Vernetzung das Bedürfnis der Menschen nach heimatlicher Identität merklich zunehme. Deshalb sollte man bei aller Weltoffenheit die Potenziale des Heimatraumes und -ortes nicht aus den Augen verlieren. Hier habe Nabburg für eine Kleinstadt eine ganze Menge zu bieten: Einkaufsmöglichkeiten, qualifizierte Arbeitsplätze vor Ort, ein reiches Kulturangebot, medizinische Versorgung, gute Verkehrsanbindungen, ein breites Bildungsangebot, Freizeitmöglichkeiten, Gastronomie, Handwerksbetriebe aus über 20 Branchen und ein lebendiges Vereinsleben. Das Netzwerk-Team hofft, mit seinen "lebenden Bildern" eine Anregung gegeben zu haben, dieses reiche Potenzial vor der Haustüre (wieder) zu entdecken und zu nutzen. Die Bildmotive gibt es in einem Kalender für das Jahr 2020 sowie als Postkarten und Plakate zu kaufen (Westiner Schreibwaren).

Am 21. Juli endet die Imagekampagne. Und weil dieser Tag mit der ersten Mondlandung vor 50 Jahren zusammen fällt, illustriert das letzte Bild aus diesem Themenfeld den Abschlussbeitrag auf den Aufstellwänden. "Ein bisschen von der Neugier, Entdeckungslust und Aufbruchsstimmung der ersten Astronauten tut uns allen gut. Und nicht etwa, weil wir ins All abheben wollen, sondern damit wir im Alltag spüren, wie liebenswert unsere Heimatstadt sein kann," fasste Westiner zusammen.

Nabburg bleibt weiter in aller Munde: Der Handelsverband hat Vertreter eingeladen, um die Imagekampagne in Schweinfurt zu präsentieren. Auch für den Stadtmarketingpreis bewirbt man sich. Nabburg liege also alles andere als "hinter dem Mond", so Gisela Westiner.

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