Einen sehr würdigen Rahmen wählte die Soldaten- und Kriegerkameradschaft Nabburg zur Feier ihres 150-jährigen Gründungsfestes. Festleiter und Ehrenmitglied Karl Beer sowie seine zahlreichen Helfer hatten ein Programm zusammengestellt, das dem besonderen Anlass voll gerecht wurde. Zahlreiche Ehrengäste sowie 27 Abordnungen von Gastvereinen haben sich am Samstagnachmittag an der Nordgauhalle eingefunden, um gemeinsam den runden Geburtstag der SKK Nabburg zu feiern.
Die Böllerschützen aus Neusath gaben das Zeichen zur Aufstellung zum Kirchenzug. Wie es die Tradition gebietet, stand am Beginn der Feier ein Festgottesdienst, den Stadtpfarrer Hannes Lorenz zelebrierte. Der Festgottesdienst fand in der Nikolauskirche statt, in deren rückwärtigem Teil sich das Kriegerdenkmal der Stadt Nabburg befindet. In seiner Predigt rückte Pfarrer Lorenz das verantwortungsvolle Miteinander, das in der Kameradschaft herrscht und als Beispiel für die Gesellschaft dienen soll, in den Vordergrund. Eindringlich mahnte der Geistliche zum Frieden, der derzeit leichtfertig aufs Spiel gesetzt wird. „Echter Frieden muss bei jedem Einzelnen beginnen, und er kommt von Gott“, so die Mahnung des Geistlichen.
Drei Erinnerungsbänder
Während des Gottesdienstes wurden die drei Erinnerungsbänder gesegnet, die vom Jubelverein, dem Patenverein und vom BSB-Bezirksvorsitzenden Oberpfalz, Horst Embacher, gestiftet worden sind. Am Ende des Gottesdienstes gedachte die Festversammlung der vermissten und gefallenen Soldaten der schrecklichen Kriege seit der Gründung des Kriegervereins im Jahr 1876.
„Wir feiern heute nicht die Kriege, sondern die Menschen, die über 150 Jahre hinweg dafür gesorgt haben, dass ihre Kameraden nicht vergessen werden“, hob Vorsitzender Marcel Meier die Bedeutung des Jubelfestes hervor. „Unser größter Wunsch zum Fest ist ein ganz einfacher: Dass unsere Kinder und Enkel dieses Denkmal nur noch als Erinnerung an eine vergangene Zeit kennen“, so das Anliegen der Kameradschaft. Mit einer Kranzniederlegung am Ehrenmal und dem Abspielen des „Guten Kameraden“ und der Nationalhymne endete die beeindruckende Feier, die von der Musikkapelle „Naabtalecho“ festlich gestaltet worden ist.
Nach dem Rückmarsch zur Nordgauhalle stand ein weiterer Festakt auf dem Programm. Nach der Begrüßung der Ehrengäste und der teilnehmenden Vereine durch den Vorsitzenden richtete Festleiter Karl Beer in seiner Festrede den Blick in die bewegte Geschichte des Kriegervereins, der 1876 gegründet wurde und sich damals „Veteranen- und Kriegerverein“ nannte.
Schwierige Zeiten
Auf Betreiben des Kriegervereins wurde 1923 ein Kriegerdenkmal in der Nähe des Mähntors errichtet, „das in den 50er Jahren plötzlich verschwunden war“, wie sich Karl Beer ausdrückte. Erst 1970 konnte die heutige Kriegergedenkstätte in der Nikolauskirche eingeweiht werden. In schwierigen Zeiten, in denen der Verein kurz vor der Auflösung stand, nahm Fritz Sauerer das Zepter in die Hand und formte den Verein zu einer aktiven und engagierten Gemeinschaft mit heute 140 Mitgliedern.
Die Verbindung von Tradition und Zukunft hob Bürgermeister Zeitler als Schirmherr in seinen Grußworten hervor. Besonders freue er sich über die gute Zusammenarbeit mit dem Kriegerverein, der sich das ganze Jahr über aktiv in das gesellschaftliche Leben der Stadt Nabburg einbringt. Die enge Verbindung, die seit Jahrzehnten zwischen der SKK Nabburg und dem Patenverein, der SKK Altendorf, besteht betonte deren Vorsitzender Georg Köppl. Das Fahnenband ist ein Symbol dieser Kameradschaft.
Weitere Grußredner waren BSB-Bezirksvorsitzender Horst Embacher, zweiter Kreisvorsitzender Andree Pöppich und stellvertretender Landrat Richard Tischler. Unter den Klängen des „Naabtalecho“ wurde der Geburtstag noch gebührend gefeiert.

























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