09.12.2018 - 10:25 Uhr
NabburgOberpfalz

Balsam für Ohren und Seele

Zum ersten Mal dirigiert Maximilian Rädlinger die weihnachtlichen Konzerte und übernimmt damit die Leitung des Nachwuchschors der Regensburger Domspatzen. Sie bieten im Nabburger Johannisdom eine musikalische Höchstleistung.

Ein musikalisches Feuerwerk brannte der Nachwuchschor der Regensburger Domspatzen in der Nabburger Pfarrkirche unter der Leitung von Dirigent Maximilian Rädlinger (links, stehend) ab. Begleitet wurden sie von Theresa Seethaler an der Violine und Birgit Brücklmayr am Klavier.
von Redaktion ONETZProfil

Eine musikalische Sternstunde erlebte die Stadtpfarrkirche in Nabburg am Freitag. "O Freude über Freude" war das Konzert des Nachwuchschors der Regensburger Domspatzen überschrieben. Mit der Unterstützung von Theresa Seethaler an der Violine und Birgit Brücklmayr am Klavier boten die Sänger ein abwechslungsreiches Programm. Für den Nabburger Domspatz Quirin Scholz hatte das Konzert noch eine andere Bedeutung, hatte er doch die Organisation übernommen - ein Teil des Praktikumsseminars im Domspatzen-Gymnasium.

Der Untertitel lautete "Die freudige Erwartung von Weihnachten". Während der Gesangspausen schlüpften drei Domspatzen in die Rolle von heutigen Jugendlichen und gaben zeitgemäße, spritituelle Impulse zur Advents- und Weihnachtszeit die von Christian Hambsch konzipiert wurden. Aufmerksam lauschten die Zuhörer den glockenreinen Stimmen, die von Anfang an Adventsstimmung in die Kirche zauberten. Dazu trugen auch die Illumination und die hervorragende Akustik in der gotischen Nabburger Pfarrkirche bei.

Musikalisch spannte Chorleiter Maximilian Rädlinger den Bogen von der uralten Bitte "Veni redemptor genitum" ("Komm, Erlöser der Heiden") von J. Handl über den Ruf "Rorate coeli" ("Tauet Himmel") von J.G. Rheinberger bis zum vierstimmigen Satz "O Freude über Freude" von F. Biebl und der Bitte "Gloriosa dicta sunt" ("Sei mir gnädig") von V. Miskinis. Die gute Intonation und die Klangschönheit kamen besonders bei den a capella Sätzen wie dem vierstimmigen "Dixit Maria" von H. L. Hassler und dem vierstimmigen "Es ist ein Ros entsprungen" von M. Praetorius zur Geltung.

Imposant und mit enormen Klangvolumen boten die Domspatzen auch moderne Stücke dar. "Wisst ihr noch" von Steffi Rösch erinnerte fast an pompöse Filmmusik, wie man sie aus Kinofilmen kennt und das Stück "His Endless Gift of Love" von Masa Fukada steigerte sich ausgehend von zwei stimmsicher vorgetragenen Soli zu einem gesanglichen Höhepunkt. Stilsicher arrangierte Dirigent Maximilian Rädlinger die beiden Klassiker "Maria durch ein Dornwald ging" und "Hark! The Herald Angels Sing". Der neue Chorleiter führte mit seinem jugendlichen Charme seine Domspatzen zu Höchstleistungen, denn sie sangen vieles auswendig, mit höchster Konzentration und Chordisziplin das anspruchsvolle Programm ohne Pause im Altarraum vor dem Hochaltar. Besonders gut fügte sich auch die Begleitung von Theresa Seethaler an der Violine und Birgit Brücklmayr am Klavier in das Gesamtkunstwerk mit ein. Aber auch die "Sonate in A-Dur" von J. S. Bach wurde von den beiden perfekt intoniert.

Der neue Chorleiter verstand es meisterhaft, die Stimmgruppen zu einer Klangeinheit zu verschmelzen. Die Einsätze kamen präzise, auch bei vierstimmingen Passagen. Maximilian Rädlinger verlieh jedem Chorstück den musikalischen Ausdruck, den Komponist und Textdichter beabsichtigt hatten. Wert legte er auf den Legatogesang in Verbindung mit spannenden musikalischen Bögen und feine dynamische Abstufungen. Man spürte die intensive Probearbeit bei der Vorbereitung dieses Programms. Mit frenetischem Beifall bedankte sich das Publikum, sodass die Domspatzen erst nach einer Zugaben das Konzert beenden konnten.

Besonders gut fügte sich auch die Begleitung von Theresa Seethaler an der Violine und Birgit Brücklmayr am Klavier in das Gesamtkunstwerk mit ein. Aber auch die "Sonate in A-Dur" von J. S. Bach wurde von den beiden perfekt intoniert.
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