14.08.2018 - 15:40 Uhr
NabburgOberpfalz

Bekannte Namen im Baugebiet

Die ersten Häuser stehen noch gar nicht. Aber wie die Straßen einmal heißen sollen, an denen sie entstehen, bestimmt der Stadtrat jetzt bereits. Er vergibt die beiden Namen für das Baugebiet "Hirtenleite III" in Diendorf.

von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Zunächst stand der Stadtrat vor der grundsätzlichen Frage: Soll analog zur "Hirtenleite II" nur ein Straßenname vergeben werden oder wird das Baugebiet übersichtlicher, wenn es zwei Bezeichnungen gibt? Altbürgermeister Josef Fischer (ABU) sprach sich für die erste Variante aus und machte auch gleich einen Vorschlag: Anton-Schaidler-Straße. Fischer wollte damit den 1866 in Nabburg zur Welt gekommenen und international bekannten "Blindenvater" ein weiteres Mal zu Ehren kommen lassen, nachdem er bereits zum Ehrenbürger seiner Heimatstadt ernannt worden war. Nach seiner beruflichen Zeit als Leiter des Zentralblindeninstituts in München war der renommierte Blindenpädagoge 1933 nach Nabburg zurückgekehrt und hier dann als Organist tätig. Er wohnte im Turnhallenweg und starb 1938 während eines Orgelspiels beim Einzug zu einer Hochzeit in der Stadtpfarrkirche. Schaidler war nicht verheiratet und vermachte sein gesamtes Vermögen der katholischen Kirchenstiftung in Nabburg.

SPD-Sprecherin Evi Thanheiser regte hingegen an, zwei Straßennamen einzuführen. Ihre Vorschläge: Bürgermeister-Kraus-Straße und Bürgermeister-Scharf-Straße. Die beiden früheren Stadtoberhäupter seien nämlich maßgeblich an der guten Fortentwicklung des Stadtteils Diendorf beteiligt gewesen. Stadträtin Irene Ehemann (ABU) brachte schließlich noch die Nabburger Heimaterzählerin und Autorin Maria Schwägerl als Patin für eine Straße ins Gespräch.

Mit 12:6-Stimmen entschied sich der Stadtrat, zwei Namen zu vergeben. Jeweils einstimmig verständigte man sich dann auf Anton-Schaidler-Straße für das längere Straßenstück und auf Maria-Schwägerl-Straße für das kürzere. Zusätzlich legte das Gremium fest, dass die entstehende Verlängerung der Waldstraße bei dieser Bezeichnung bleibt.

Sogleich war eine weitere Straßenbenennung fällig. Für das neue Gewerbegebiet hinter der Sauerzapfstraße wird die Ohmstraße aus der Taufe gehoben. Für Ganztagsschule

Der Stadtrat stimmte außerdem zu, im Schuljahr 2018/19 eine offene Ganztagsschule einzurichten. Sie bekommt drei Gruppen: eine bis 14 Uhr, zwei bis 16 Uhr. Der Anteil der Stadt liegt bei etwa 12 500 Euro. Die ersten Anschaffungen vergab Bürgermeister Armin Schärtl in einer Eilentscheidung. Die Gesamtkosten werden seinen Worten zufolge bei rund 30 000 Euro liegen. Vergaben

Im weiteren Verlauf der Sitzung vergab der Stadtrat Aufträge für den Umbau der ehemaligen Sparkassen-Gebäude an der Ecke Bachgasse/Seilergasse, die sich jetzt im Eigentum der Stadt befinden und mit gewerblichen Mietern gefüllt werden. Einen Rückbau übernimmt die Baufirma Bauer aus Niedermurach für 5350 Euro, den Trockenbau erledigt die Firma Akustikbau Maierl aus Schwarzenfeld für 13 523 Euro, den Metallbau führt die Amberger Firma Lotter und Ausberger für 7007 Euro aus, die Bodenbelagsarbeiten gingen an die Pfreimder Firma Sonnauer für 9435 Euro, und für die Malerarbeiten ist die Firma Wibmer aus Pfreimd für 6446 Euro zuständig. Ja zur Jahresrechnung

Noch einmal zum Thema wurde die städtische Jahresrechnung 2017. Nachdem die über- und außerplanmäßigen Ausgaben in der voran gegangenen Sitzung schon genehmigt worden waren, musste nun ein neuer Beschluss gefasst werden, weil in der Beschlussvorlage fünf Positionen gefehlt hatten. Das hatte Altbürgermeister Josef Fischer moniert. Die Genehmigung erfolgte einstimmig. Außerdem bekam der Stadtrat auf Verlangen der CSU-Fraktion dargestellt, welche über- und außerplanmäßigen Einnahmen sich im selben Jahr ergeben hatten. Sie betrugen in der Summe rund 1,9 Millionen Euro und lagen somit über den zusätzlichen Ausgaben.

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