28.04.2019 - 15:37 Uhr
NabburgOberpfalz

Bischof segnet das Jugendwerk

Der "Weiße Sonntag" markiert einen Meilenstein in Nabburg. Das Wohnzimmer der Pfarrei erstrahlt wieder im neuen Glanz.

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer erbat Gottes Segen für die neuen Räumlichkeiten des Jugendwerkes.
von Richard BraunProfil

Nach fünf Jahren Planung und einem Jahr Bauzeit erhielt das katholische Jugendwerk gestern von Bischof Rudolf Voderholzer den kirchlichen Segen. Es war in die Jahre gekommen. Besonders die brandschutztechnischen Anforderungen entsprachen nicht mehr den gesetzlichen Vorgaben. Auch die letzte Renovierung lag schon 45 Jahre zurück, und es hatten sich viele Reparaturarbeiten angestaut. Öffentliche Veranstaltungen durften nur noch unter der Aufsicht der Feuerwehr abgehalten werden. Bereits 2012 reifte in der Kirchenverwaltung daher der Entschluss, das Jugendwerk einer grundlegenden Renovierung zu unterziehen. Den Planungsauftrag erhielt das Architekturbüro Hermann Hösl. Doch es sollten noch weitere sechs Jahre ins Land ziehen, ehe im Frühjahr 2018 mit den Renovierungsarbeiten begonnen werden konnte.

Diözesanbischof Rudolf Voderholzer erteilte nun den Räumlichkeiten den kirchlichen Segen. Der Besuch eines Bischofs ist für jede Pfarrei ein außergewöhnliches Ereignis, das besonders gewürdigt werden muss. Bereits am frühen Vormittag versammelten sich Pfarrer Hannes Lorenz, die kirchlichen und politischen Gremien sowie die Vereine mir ihren Fahnen am Unteren Markt, um den hohen Gast zu empfangen. Mit einem Ständchen hieß die Jugendblaskapelle den Bischof willkommen. Gemeinsam zog anschließend die Festgemeinde in die Pfarrkirche, um Gott für das gelungene Werk zu danken. Der Bischof wünschte der Pfarrgemeinde, dass das Jugendwerk wieder ein Ort des lebendigen Miteinander für alle Gläubigen der Pfarrei wird.

An den Festgottesdienst schloss sich die eigentlichen Einweihung des Gebäudes an. Mit Weihwasser und Weihrauch erbat der Bischof den kirchlichen Segen. Pfarrer Hannes Lorenz blieb es vorbehalten, allen Beteiligten für die gute Zusammenarbeit zu danken. Zum gelungenen Bau gratulierte Bürgermeister Armin Schärtl. Durch einen großzügigen Zuschuss hat auch die Kommune ihren Beitrag zum Gelingen geleistet. Erst vor zwei Wochen konnte die evangelische Kirchengemeinde ihr Gemeinschaftshaus ganz in der Nähe einweihen. Pfarrerin Irene Friedrich freute sich ganz besonders, dass jetzt auch die katholischen Glaubensbrüder wieder über Räumlichkeiten verfügen, in denen sie Gemeinschaft erleben können. Symbolisch übergab sie an Pfarrer Hannes Lorenz einen Weinstock. Eine so umfangreiche Maßnahme, wie die brand- und wärmetechnische Sanierung des Jugendwerkes, verbunden mit der barrierefreien Ausgestaltung, bedarf Personen, die Verantwortung dafür übernehmen. Hier stand an vorderster Stelle die Kirchenverwaltung mit Kirchenpfleger Hans Pamler an der Spitze. An ihr lag es auch, die erforderlichen Finanzmittel bereit zu stellen. Die gesamte Maßnahme schlug mit 1,4 Millionen Euro zu Buche. 608 000 Euro an Zuschüssen flossen aus der bischöflichen Finanzkasse. Den Rest musste die Pfarrei aufbringen. Da war jede Spende willkommen. Insgesamt hatten sich 55 000 Euro an Spendengeldern angesammelt. Die Jugendwerks-Anleihe war dabei besonders hilfreich.

Als letzter der Redner legte Architekt Hermann Hösl die Verantwortung für das Gebäude wieder in die Hände der Kirchenverwaltung. Auch er wünschte sich, dass das Gebäude den Nutzern viel Freude bringt.

Seit 2001 kümmerten sich Annemarie und Dionys Ringelstetter als Hausmeister um das Jugendwerk. Gerade in der Bauphase blieb viel an ihnen hängen. Dafür dankte Pfarrer Hannes Lorenz den "guten Geistern" des Jugendwerks mit einem Geschenk. Künftig werden Kerstin und Rainer Appelt als neue Hausmeister das Jugendwerk betreuen.

Für Annemarie und Dionys Ringelstetter geht die Zeit als Hausmeister im Jugendwerk zu Ende. In ihre Fußstapfen treten künftig Kerstin und Rainer Appelt. Pfarrer Hannes Lorenz bedankte sich für die geleisteten Dienste.
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