19.02.2019 - 18:04 Uhr
NabburgOberpfalz

Brenzlige Situation bei Trinkwasser

"Wir sitzen auf einem Pulverfass". Für Altbürgermeister Josef Fischer besteht bei der Trinkwasserversorgung dringender Handlungsbedarf. Sie war eines der Themen bei der Versammlung der Aktiven Bürger Union.

von Herbert RohrwildProfil

Die Aktive Bürger Union ist mit zwei Sitzen im Stadtrat vertreten. "Die ABU gibt es noch. Dies haben wir heute zum Ausdruck gebracht", erklärt Josef Fischer überzeugend bei der lebhaften Aussprache in der Jahreshauptversammlung. In den beiden Vorstandschaftssitzungen 2018, so Vorsitzende Irene Ehemann bei der Rückblende im Gasthaus "Zum Stern", wurden Interna erörtert und Aktivitäten besprochen: Die Fahrt zum Weihnachtsmarkt ins Glasdorf Arnbruck und zum Waldweihnachtsmarkt Schweinhütt sowie nach Verona und die kostenlose Christbaumsammelaktion in Kooperation mit der Jugend des THW Nabburg. Die Verteilung der Weihnachtsgrußkarten unterblieb zu Gunsten einer Spende für einen gemeinnützigen Zweck. Im Ausblick auf 2019 verwies Ehemann auf den Ausflug zu "Rhein in Flammen" am 10./11. August.

Im Bericht über die Stadtratsarbeit ging die Vorsitzende auf diverse Themen ein: Den Abschluss der Planungen zur Beseitigung des schienengleichen Bahnübergangs, die fehlende Äußerung der BayWa zur Zukunft in Nabburg, das zögerliche Vorgehen in Sachen Wasserschutzgebiet zur Beseitigung der Gefahr durch die Autobahn zwecks Erweiterung des Industriegebietes und die starke Nachfrage Bauwilliger für das neue Baugebiet "Hirtenleite III". Die Kommunalpolitikerin streifte die gelungene Sanierung der Regensburger und Mittelschulstraße mit dem Neubau der Sparkasse. Fast alle Räume des von der Stadt erworbenen Vorgängergebäudes würden bereits gewerblich genutzt. Mit dem Baubeginn des Supermarktes im Westen der Stadt könne 2020 gerechnet werden. Die Überlegungen für ein weiteres Baugebiet gingen in Richtung Bergelshof. In der Sauerzapfstraße entstehe ein neues Industriegebiet und an der Krankenhausstraße seien Eigentumswohnungen geplant.

Dionys Ringlstetter leitete die lebhafte Aussprache mit der Frage nach dem Stand zur Trinkwasserversorgung aus dem neuen Gewinnungsgebiet in Asbach ein. Für die beiden bereits erschlossenen Brunnen wird der Wasserrechtsbescheid des Landratsamtes im Frühjahr erwartet, informierte Altbürgermeister Josef Fischer. Aber die Hauptleitung zu den bestehenden Trinkwasserversorgungsnetzen ist noch zu realisieren. Auch die Eintragung von Grunddienstbarkeiten wird erforderlich sein. Der heiße Sommer 2018 ließ die Brunnenpegel auf ein bedenkliches, historisches Niveau sinken. "Wir sitzen auf einem Pulverfass. Es muss etwas geschehen", lautete sein Fazit. Die Stadt Pfreimd sitzt mit im Boot. Die Bildung eines Zweckverbandes für die gemeinsame Wasserversorgung ist für Fischer nicht notwendig. Ein "Bürokratiemonster" entstünde. Damit in dieser lebenswichtigen Versorgung etwas vorwärts gehe, müsse der politische Wille da sein, so das Resümee zu dieser Thematik.

Als weiterer Schwerpunkt rückte die Verkehrsregelung im Umgriff des Autohauses Bähnk in den Mittelpunkt der Diskussion. Die ebenfalls angedachte Verkehrslenkung durch eine Ampelanlage wäre eine "Todsünde", monierte Fischer. In der Oberviechtacher Straße "pocht die ABU auf einen Kreisverkehr".

Hinsichtlich der Situation "BayWa" würden die Arbeitsplätze hochgespielt, merkte der Altbürgermeister an. Angeblich solle die Tankstelle erhalten bleiben. "Es ist zwar Schnee von gestern", konstatierte Fischer, doch durch das Verhindern der Tiefgarage sei der Stadt Schaden zugefügt worden. Auch der Stadtfriedhof mit dem Leichenhaus im Jugendstil war Thema der Aussprache. "Uns geht es um die Stadt Nabburg und nicht um Verhinderungspolitik", beteuerte abschließend Fischer.

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