23.07.2018 - 10:54 Uhr
NabburgOberpfalz

Eine Brücke ins Zulu-Land

Afrika rückt für einen Abend näher: Schwester Ellen Lindner besucht den Frauenbund und berichtet von der Arbeit der Mallersdorfer Schwestern.

Christa Schlagenhaufer und Brigitte Müller überreichten die Spende an Schwester Ellen Lindner (von links). Theresa Sebald berichtete von ihrer Zeit als Volunteer in Südafrika.
von Externer BeitragProfil

Im voll besetzten Saal der Caritas-Sozialstation begrüßte die Vorsitzende des Katholischen Frauenbundes Schwester Ellen Lindner von den Mallersdorfer Schwestern. Sie ist Gebietsoberin der "Nardini-Sisters" in Südafrika und im Kloster Nkandla zuhause, zu dem auch die aus Nabburg stammende Schwester Eobarda Ries gehört. Ebenso willkommen hieß sie Theresa Sebald, die ein halbes Jahr als Volunteer in Nkandla verbrachte.

Von Erlebnissen und Eindrücken geprägt war der Bericht der jungen Nabburgerin, die das Sizanani-Projekt der Schwestern vorstellte. Sie selber war im Kinderheim tätig, in dem 30 Kinder und Jugendliche betreut werden. Insbesondere durch Patenschaften, auch von Nabburger Familien, wird die Arbeit für die Kinder finanziert, die aufgrund von Aids zu Waisen oder durch soziale Probleme der Familien dort aufgenommen wurden. Auch aus Nabburg unterstützten verschiedene Familien die Einrichtung durch Patenschaften für Kinder.

Schwester Ellen, die zu Beginn ihrer Tätigkeit in Nkandla das Missionskrankenhaus leitete, berichtete ausführlich über die Situation der Menschen im Zulu-Land. Neben AidsS sei das größte Problem die Arbeitslosigkeit von 80 Prozent der Bevölkerung. Die Schwestern versuchen seit vielen Jahren durch ihr Engagement, mehr als 600 Familien rund um Nkandla durch Essenspakete, Schuluniformen und Hilfestellung in sozialen Fragen zu Hilfe zu kommen. Gleichzeitig schaffen sie mit ihrem allein durch Spenden finanzierten Projekt 75 Arbeitsplätze in dieser wirtschaftlich schwachen Region. Damit alleinerziehende Frauen den Unterhalt für ihre Familien erwirtschaften können, bieten die Schwestern die Chance, durch Bastelarbeiten einen Lohn zu bekommen. Eine Auswahl dieser Arbeiten konnte beim Afrika-Abend erworben werden und ist auch im Eine-Welt-Laden in Nabburg immer erhältlich. Als Zeichen der Verbundenheit mit der Arbeit der Schwestern übergaben die Vorsitzenden des Frauenbundes, Christa Schlagenhaufer und Brigitte Müller, am Ende einen Scheck in Höhe von 1000 Euro. Ebenso überbrachte Bürgermeister Armin Schärtl die Spenden, die er zu seinem 60. Geburtstag für die Arbeit der Schwestern erbeten hatte. Begleitet von afrikanischen Speisen und Weinen, hinterließ der Abend bei allen Teilnehmern tiefgehende Eindrücke.

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