15.09.2021 - 14:19 Uhr
NabburgOberpfalz

Bundesvorsitzender beim ÖDP-Wahlkampf in Nabburg

Kreisvorsitzender Alfred Damm, Bundestagsdirektkandidat Sönke Siebold und Bundesvorsitzender Christian Rechholz (von links) hielten die Wahlversammlung der ÖDP.
von Richard AltmannProfil

Der ÖDP-Kreisverband stellte seinen Direktkandidaten für den Bundestag, Sönke Siebold, vor. Im Gasthaus Kräuterbeck lud er zum Wahlkampfauftakt ein. Dabei konnte der Kreisvorsitzende Alfred Damm auch den Bundesvorsitzenden Christian Rechholz begrüßen. Der 50-jährige Bauingenieur Siebold nannte die Gründe für seine Kandidatur: Einsatz für den Klima- und Artenschutz sowie für soziale Gerechtigkeit. Dabei will er sich für die Energie- und Mobilitätswende auf dem Land einsetzen. Die Anlieger sollen dabei mit Bürgergenossenschaftsmodellen von der regenerativen Energie finanziell profitieren.

ÖDP-Bundesvorsitzender Rechholz stellte der scheidenden großen Koalition in Berlin ein schlechtes Zeugnis aus. Das von ihr beschlossene Klimaschutzgesetz sei vom Verfassungsgericht als verfassungswidrig eingestuft worden. "Das Urteil zeigt vom Grundübel unseres Wirtschaftslebens, das kurzfristig denkt und bei dem eine langfristige Strategie fehlt. Dies kann man bei der Klimaschutzpolitik wie beim Afghanistan-Einsatz sehen", sagte er. Scharf griff Rechholz die Grünen an. Diese seien für ihn keine Klimaschutzpartei, da sie ihre Zustimmung für die Rodungen im Hahnbacher Forst gegeben haben. Ihr Programm sei glatt geschliffen, ohne Ecken und Kanten. "Die ÖDP ist die einzige Partei, die das Mantra des ewigen wirtschaftlichen Wachstums kritisiert. Ein Glaube an unbegrenztes Wachstum ist Utopie", meinte er. Der Wohlstand könne nur erhalten werden, wenn die Grundlagen unseres Lebens, das Klima und die Natur, erhalten und nicht zerstört werden. Kritik übte er auch an der aktuellen Corona-Politik. Es ist für Rechholz vieles unlogisch. So würden Schüler getestet, Arbeitnehmer in den Betrieben nicht. Schlimmer als das Virus sei für ihn die Spaltung der Gesellschaft. Er forderte dazu auf, sich gegenseitig wieder zuzuhören und andere Meinungen zu tolerieren, auch wenn man sie nicht teilt. Grundsätzlich fordere die ÖDP, die Kommerzialiserung von Krankenkassen und Pflegeheimen zu ändern. "Es fordert ja auch keiner, dass die Feuerwehr Gewinn machen müsse". Zur Fünfprozent-Hürde sagte er, dass die Stimme dann verloren ist, wenn man nicht wählen geht oder die Parteien wählt, die für die Misstände und den Stillstand der letzten Jahre verantwortlich sind.

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