27.05.2019 - 10:57 Uhr
NabburgOberpfalz

Ein Drittel von Altersarmut bedroht

Mit dem aktuellen Thema "Rente" hat der Katholische Männerverein zu einer Veranstaltung ins Jugendwerk eingeladen.

Für ihren Vortrag überreichten Vorsitzender Dionys Ringlstetter (rechts) und Präses Hannes Lorenz einen Geschenkkorb an die Referentin Tanja Heidingsfelder von der Deutschen Rentenversicherung.
von Externer BeitragProfil

Vorsitzender Anton Schopper machte bei seiner Einführung deutlich, dass der Männerverein nicht nur kirchliche und religiöse Themen aufgreift, sondern auch Vorträge wirtschaftlicher und sozialer Art anbietet. Dazu gehöre auch dieser Vortrag über die Rente und Altersvorsorge.

Das Rentenrecht ändert sich immer häufiger. Für Laien ist es oft sehr schwierig, den Überblick zu behalten. Viele Arbeitnehmer treibt vor allem die Sorge um, wie sicher die Rente sei und wie viel Rente bekomme er zukünftig. Der Ausspruch des ehemaligen Arbeitsministers Blüm, "Die Rente ist sicher" ist vielen noch gut in Erinnerung. Über die Höhe der Rente hat er sich allerdings nicht geäußert.

Schätzungen des Arbeitsministeriums, wonach etwa ein Drittel der derzeit Beschäftigten künftig von Altersarmut bedroht sind, machen deutlich, wie wichtig das Thema Rente und Altersvorsorge ist.

Deshalb wurde eine Expertin zu diesem Thema eingeladen. Tanja Heidingsfelder von der Deutschen Rentenversicherung erläuterte zunächst anhand einer Folie, wie die jährlichen Renteninformationen der Versicherten aufgebaut und zu verstehen sind.

Anschaulich erklärte die Referentin, welche Voraussetzungen für den Bezug einer Rente erfüllt sein müssen. Die verschiedenen Rentenarten mit den jeweiligen Wartezeiten und den möglichen Hinzuverdienstgrenzen bildeten einen weiteren Teil ihrer Ausführungen. Besonders die "Altersrente für langjährig Versicherte" mit den Altersgrenzen und den zu beachtenden Rahmenbedingungen. wurde mittels Beispielen dargestellt.

Welche Auswirkungen Pflege und Kindererziehung bei der "Flexirente" haben können, stellte einen weiteren Schwerpunkt ihres Vortrags dar. Außerdem zeigte sie auf, wie Rentenminderungen aufgrund vorzeitiger Rente durch Einmalzahlungen ausgeglichen werden können.

Ihren Vortrag beendete Tanja Heidingsfelder mit einem kurzen Ausblick auf die geplanten Gesetzesvorhaben, etwa Grundrente oder die Einbeziehung der selbstständig Tätigen in die gesetzliche Rentenversicherung. Die zahlreichen Fragen der Zuhörer zeigten einmal mehr, dass mit der Rente ein aktuelles und zugleich komplexes Thema das Interesse der Zuhörer fand.

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