20.03.2019 - 16:38 Uhr
NabburgOberpfalz

Empfindlicher Schatz im Untergrund

Grundwasser hat ein langes Gedächtnis. Schadstoffe können Jahrzehnte später im Trinkwasser landen Pünktlich zum Weltwassertag greift dieses Thema eine Ausstellung im Freilandmuseum Neusath-Perschen auf.

Vom Gastgeber zur Umweltstation: Über diese Rolle freut sich Museumsleiterin Birgit Angerer (Mitte). Zusammen mit stellvertretendem Landrat Jakob Scharf,,Jakob Härtl (links) und Mathias Rosenmüller (Zweiter von rechts) vom Wasserwirtschaftsamt und Regierungsmitarbeiter Raimund Schoberer eröffnete sie die Ausstellung "Aktion Grundwasserschutz" .
von Monika Bugl Kontakt Profil

Mit der "Aktion Grundwasserschutz" beteiligt sich die Regierung der Oberpfalz gemeinsam mit den Wasserwirtschaftsämtern von Weiden und Regensburg am "Weltwassertag" (Freitag, 22. März) - und beschert dem Freilandmuseum Neusath-Perschen eine Premiere. Dort wurde am Mittwoch eine Ausstellung eröffnet, die Aspekte der Wasserversorgung in den Fokus rückt. Das Museum ist erste Station für die Wanderausstellung mit sogenannten Roll-Ups, die von Geologie über Wasserschutzgebiete bis in zum Klimawandel aufzeigen wie das "Trinkwasser von morgen" gesichert werden kann.

Bei der Ausstellungseröffnung erinnerte der Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Weiden, Mathias Rosenmüller an das diesjährige Motto des Weltwassertages: "Niemand zurücklassen - Wasser und Sanitärversorgung für alle." Immer noch hätten weltweit 2,1 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Wasser, fast 900 Millionen Menschen fehle eine Grundversorgung, also eine Trinkquelle, die zu Fuß innerhalb von 30 Minuten zu erreichen ist. 4,5 Milliarden Menschen müssten laut Unicef ohne Toilette auskommen. "Auch in Bayern, wo Wasser in scheinbarem Überfluss vorhanden ist, erhält das Thema im Hinblick auf den Klimawandel mit seinen Folgen erhöhte Bedeutung", gab Rosenmüller zu bedenken. "Aus diesem Grund möchten wir mit dieser Ausstellung das Bewusstsein auf den unsichtbaren Schatz im Untergrund richten." Gehütet wird dieser Schatz von den Kommunen, denen Raimund Schoberer als Vertreter der Regierung für diese Pflichtaufgabe auch die Unterstützung des Staates zusagte. "Ich hoffe sehr, dass das Wasser weiter in kommunaler Hand bleibt, so stellvertretender Landrat Jakob Scharf. "Da ist es am besten aufgehoben".

Zu sehen ist die Ausstellung im Freilandmuseum noch für etwa drei Wochen, das Thema "Wasser ist damit aber längst nicht abgeschlossen. Museumsleiterin Dr. Birgit Angerer verwies auf die Weltwasserwoche, die heuer im Mai zum 20. Mal über die Bühne geht. "Anfangs war das Museum nur Gastgeber, inzwischen gibt es eine Station zum früheren Umgang mit Wasser", so Angerer. War für das pädagogische Angebot zu diesem Thema früher nur ein Tag reserviert, so ist das Museum heuer über eine ganze Woche ausgebucht.

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