07.12.2018 - 15:14 Uhr
NabburgOberpfalz

Energie muss enkeltauglich sein

Den Weg frei machen von rein wirtschaftlichen zu "mehr enkeltauglichen" Entscheidungen: Das ist erforderlich, um die Energiewende zukunftsfähig zu machen.

Projektingenieur Sebastian Zirngibl/Energieagentur Regensburg (stehend) setzt auf saubere Energie. Im Ausstellungsgebäude des Freilandmuseums Neusath plädiert der Referent für den Energie -3 – Sprung: Einsparung, Effizienz und Erneuerbare Energien. . .
von Herbert RohrwildProfil

Stefan Schiller von der Raiffeisenbank im Naabtal begrüßte als Referenten Sebastian Zirngibl, Projektingenieur der Energieagentur Regensburg, zum Vortrag "Energiesparen im Eigenheim, Photovoltaik - weitergedacht" im Ausstellungsgebäude des Freilandmuseums in Neusath.

Der Status Quo (2017) führt folgende (Prozentpunkte in Klammern) Anteile der Erneuerbaren Energie vor Augen: Strom (36,2), Wärme (12,9) und Verkehr (5,2) sowie die Quote am Energieendverbrauch: Fossile Energieträger und Kernenergie (85) und erneuerbare Energien (15). Die Treibhausgasemissionen stagnieren in den letzten Jahren auf hohem Niveau. "Kein Weiter so!" lautet die Konsequenz. Nicht rein wirtschaftliches Denken stehe im Vordergrund. Auch um die Zukunftstauglichkeit für die nachfolgenden Generationen gehe es.

Die Fortentwicklung setzt auf Nachhaltigkeit mit ökologischer, sozialer und ökonomischer Gewichtung. Der Energiedreisprung setzt auf Einsparung (beispielhaft Vermeidung von Standby, Absenkung der Raumtemperatur), Effizienz (Einsatz von LEDs, Wärmeschutzverordnung) und Erneuerbare Energie mit Ökostrombezug, PV-Anlagen mit Batteriespeicher und Lastmanagement/aktive Steuerung des Stromverbrauchs.

Global liegt die jährliche Zuwachsrate bei PV-Anlagen seit 2013 bei 31 Prozent, darunter der Anteil in Deutschland bei circa drei Prozent bei leicht fallender Tendenz. Die EEG-Vergütung endet bei den Erstinstallationen am 31. Dezember 2020. Was kommt nach der EEG-Vergütung Der Preis einer Kilowattstunde (29,42 Cent) setzt sich aus folgenden Komponenten zusammen: Umsatzsteuer (4,7), Stromsteuer (2.05), Stromerzeugung (6,18), Netzentgelte (7,27), Konzessionsabgabe (1,66), Offshore (0,76) und EEG-Umlage (6,79).

In den weiteren Ausführungen ging Projektingenieur Zirngibl auf Photovoltaik-Anlagen zum Eigenverbrauch, Batteriespeichersysteme und kleine Solarstromspeicher mit bis zu 60 Prozent weniger Strom aus dem Netz ein. "Wir brauchen eine Energierevolution, um enkeltaugliche Entscheidungen treffen zu können!, resümierte Projektingenieur Sebastian Zirngibl.

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