Das Forum hat anlässlich seiner 26. Schmidtsommernächte eine dekorative Schirminstallation im Innenhof gefertigt. Neben ihrer Funktion als Blickfang konnte sie sich am Dienstag bei herrlichem Wetter auch gleich als Sonnenschutz für die Männer der "Fullhouse Blues Gang" bewähren. Deren US-Bassist Dan Breeze fasste die Veranstaltung auf seine Art zusammen: "Beautiful location, perfect sound, openminded and competent audience!"
Für das leibliche Wohl hatten die Gastgeber ein vielfältiges Angebot vorbereitet. Zum klassischen Wurst-Käse-Marmelade-Frühstück gab es frischen Obstsalat. Deftiges kam mit Weißwurst oder Heringssalat auf den Tisch. Französisch wurde es beim zartblättrigen Croissant und ganz nobel präsentierte sich der schottische Räucherlachs.
Es war also angerichtet für die vier Regensburger und ihren Nabburger Frontmann Ernst Bräutigam. Auf ihrer Playlist steht auch "Let the good times roll". Dies ist ein Song von Sam Theard aus dem Jahre 1946 und gleichzeitig das Motto der Fullhouse Bluesgang. Ihr Repertoire fundiert auf stilprägenden Vertretern des Rhythm and Blues, die Generationen von Musikern beeinflusst haben. B.B. King, der "König des elektrischen Blues", Rock'n Roll Pionier Bob Diddley, Muddy Waters oder auch John Mayall, einer der Väter des britischen Blues, seien hier genannt.
Bereits zitierter Dan Breeze ist bei der Gang für die Basslinien zuständig und sorgt mit dem Jungspund Peter Asanger am Schlagzeug bestens für entsprechende Dynamik und das richtige Timing. Martin Dietl lebt seine Les Paul, brilliert mit virtuosen Soli, wird schier Eins mit seiner Gitarre. Grooviger Blues bedarf unbedingt einer Mundharmonika, der Blues Harp. Jochen Andree ist mit diesem Instrument schon mehr als 33 Jahre auf vielen etablierten Bühnen und zusammen mit Größen wie John Kirkbride unterwegs, er kann es einfach. Ernst Bräutigam, Gesang und Gitarre, hat ein Heimspiel im Schmidt-Haus, war er doch auch etliche Jahre Vorsitzender des Forums. Auf der von ihm damals konstruierten Bühne führt er launig durch das Programm.
Und jetzt kommt noch das laut Breeze aufgeschlossene und fachkundige Publikum ins Spiel. Die Fullhouse Blues Gang überzeugt die Experten und gewinnt neue Freunde für ihre Musik. Pflichtgemäß erledigt die Gang ihre Zugaben. So musste die finale Weißwurst für die Musiker das 12-Uhr-Läuten doch noch über sich ergehen lassen.





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