01.08.2018 - 11:15 Uhr
NabburgOberpfalz

Für mehr Anstand in der Politik

Der Verdi-Ortsverein Nabburg bereitet seinen Jubilaren ein zusätzliches Geschenk: Vor dem Ehrenabend im Gasthaus „Schwarzer Adler“ gibt es eine historische Führung durch die Altstadt von Nabburg.

Der Verdi-Ortsverein ehrte langjährige Mitglieder. Im Bild die Jubilare mit Peter Wein (Zweiter von rechts), Manfred Haberzeth (Zweiter von links) und Peter Hofmann (Fünfter von links).

Trotz der hochsommerlichen Temperaturen erfreute sich die Führung reger Beteiligung. Der Vorsitzende des Ortsvereins Nabburg, Helmut Butz, bedankte sich bei seiner Vorstandskollegin Theresia Wiltschka für die perfekte Organisation. Grußworte sprachen Verdi-Sekretär Udo Hartl aus Regensburg, Peter Hofmann vom DGB Oberpfalz und Manfred Haberzeth, der als Bezirksvorsitzender der Oberpfälzer Verdi-Senioren gleich die Grüße von 4200 Senioren überbringen konnte.

SPD-Landtagskandidat und Verdi-Mitglied Peter Wein aus Burglengenfeld betonte, wie wichtig es sei, sich in Gewerkschaften zu organisieren und sich gemeinsam mit anderen demokratischen Kräften wieder für mehr Anstand in Politik und Gesellschaft einzusetzen. Es gehe aber auch um Respekt, beispielsweise im Zusammenhang mit einem würdevollen Leben im Alter. Um das zu erreichen, bedürfe es guter Löhne und Gehälter, aus denen dann auch auskömmliche Renten entstehen könnten. Der Mindestlohn genüge dazu nicht, der Normalfall müsse der Tariflohn sein.

Ein weiteres Thema war die Digitalisierung. Sie biete nicht nur Risiken, sondern auch Chancen, so Peter Wein. Die Gewerkschaften "sind gefordert diesen Prozess mitzugestalten". Wein thematisierte auch den Hausärztemangel - gerade in der nördlichen Oberpfalz - und den Pflegenotstand. Er plädierte für einen Arbeitsmarkt mit mehr sozialer Gerechtigkeit. Es müssten wieder mehr die Interessen der Arbeitnehmer und nicht nur die der Unternehmen berücksichtigt werden.

Zum Abschluss griff Peter Wein nochmal das Wort „Anstand“ auf. Man könne mehreres damit verbinden. Zum einen das Einsetzen für sozial Schwache, "aber auch Anstand bei der Sprache und der Wortwahl". Alle demokratischen Kräfte und Institutionen seien gefordert, denen entgegenzutreten, "die das Hetzen und das Angst säen zu ihrem Geschäft gemacht haben".

Geehrt wurden für 50 Jahre Mitgliedschaft Anton Bauer, für 40 Jahre Gerhard Bayer, Alfons Diermeier und Franz Drexler, für 25 Jahre Edith Hampl, Beate Winkler und Karl-Heinz Lauber.

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