12.09.2018 - 16:13 Uhr
NabburgOberpfalz

Gefährliche Arbeit im Schacht

Die Pumpen im Hebewerk am Turnhallenweg sind oft verstopft. Hauptgrund dafür sind Feuchttücher, die in die Toiletten geworfen werden. Nahezu wöchentlich müssen die Pumpen deshalb ausgebaut und gereinigt werden.

von Benjamin Tietz Kontakt Profil

Für die Klärwärter ist das ist ein durchaus gefährliches Unterfangen. Um diese Arbeiten zu erledigen, müssen sie nämlich bis auf den Grund des etwa zehn Meter tiefen Bauwerks in den Pumpensumpf steigen.

Bereits beim Öffnen der Bodenabdeckungen besteht für sie eine erhöhte Absturzgefahr, weil keine Auffangvorrichtungen unter den Schachtdeckeln vorhanden sind. Darüberhinaus ist laut Vorschriften eine Seilsicherung des Personals, eine dauerhafte Belüftung mit Frischluft und eine dauerhafte Gasmessung während der Arbeiten im Pumpensumpf erforderlich.

Verbesserungen würden zum Beispiel der Einbau von Zwischenpodesten und Personen-Auffanggittern, leichtere Schachtabdeckungen oder der Einbau anderer Pumpen bringen. Eine andere Möglichkeit, die bei der Stadtratssitzung zur Sprache kam, war ein genereller Umbau des Pumpwerkes in ein "trocken aufgestelltes Pumpwerk".

Dazu würden die Geräte in einem eigenen Raum aufgestellt, der vom Personal trocken betreten werden kann. Von dort aus könnten die Mitarbeiter dann sämtliche Wartungsarbeiten an den Pumpen - wie zum Beispiel den Ausbau bei einer Verstopfung - erledigen, was den Arbeitsschutz erheblich verbessern würde.

Ein genau solches Pumpwerk befindet sich beispielsweise bereits im Nikolaiweg. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 150 000 bis 200 000 Euro. Die Varianten sollen nun geprüft und konkrete Vorschläge erarbeitet werden. Dann kommt das Thema im Stadtrat wieder zur Sprache. Das entschied das Gremium einstimmig.

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