Der Haushalt der Stadt erreicht mit 24,254 Millionen Euro Rekordhöhen, Kämmerer Fritz Lobinger musste aber auch Abstriche machen. Die Gewerbesteuereinnahmen wurden vorsichtig mit drei Millionen Euro angesetzt, 900000 Euro weniger als 2018. Der Anteil an der Einkommensteuer steigt dafür auf knapp 4,5 Millionen.
Rein rechnerisch gesehen, reichen die Gewerbesteuereinnahmen nicht, um die Kreisumlage zu bezahlen. Sie steigt - trotz niedrigerem Hebesatz - um rund 346 000 auf knapp 3,048 Millionen Euro. Das liegt an der steigenden Umlagekraft der Stadt. Die Personalausgaben in Nabburg steigen um etwa 6,4 Prozent auf 1,448 Millionen Euro. Für die Kindergärten gibt die Stadt knapp 1,2 Millionen Euro aus. Nach Abgleich aller Ein- und Ausgaben im laufenden Geschäft bleibt im Verwaltungshaushalt ein Überschuss von 1,015 Millionen Euro als Zuführung zum Vermögenshaushalt. Dieser Betrag reicht nicht, um die ordentliche Kredittilgung (knapp 1,053 Millionen Euro) zu bezahlen. Dazu ist eine Rücklagenentnahme notwendig.
Inklusive der Haushaltsreste aus dem vergangenen Jahr (rund 975 000 Euro) investiert die Stadt heuer 9,9 Millionen Euro. Finanziert werden diese Ausgaben in erster Linie durch Grundstücksverkäufe (Hirtenleite III und Krankenhaus-Park für Supermarkt) mit Einnahmen von rund vier Millionen Euro, aber auch durch Kredite von 1,5 Millionen Euro. Größte Investitionsmaßnahmen sind die Erschließung des Baugebiets Hirtenleite III und des Gewerbegebiets Sauerzapfstraße, ferner der Umbau und die Sanierung des Komplexes Bachgasse 1 sowie die Wasser- und Abwasseranlage in Neusath und in der Oberviechtacher Straße. Das neue Fahrzeug für die Neusather Wehr ist ebenso veranschlagt wie der Anbau und die Sanierung des Gerätehauses in Diendorf. Auch für den Bauhof muss ein Ersatzfahrzeug her.
Die nächsten großen Investitionen stehen schon ins Haus: Die Sanierung der Grund- und Mittelschule (rund 4,5 Millionen Euro) und der Bau einer Kindertagesstätte in Diendorf. Für die Schule sind bereits über 540 000 Euro eingestellt. Für die Tagesstätte ist Geld zum Grundstückskauf im Haushalt.
Die Zahlen im Überblick
Der Haushalt der Stadt Nabburg für das laufende Jahr hat ein Volumen von 24 245 200 Euro.Verwaltungshaushalt
Der Verwaltungsetat bildet das laufende Geschäft ab. (Werte in Euro)
Gesamt: 14 052 200
Wichtigste Einnahmen:
Grundsteuer A: 52700
Grundsteuer B: 576 000
Gewerbesteuer: 3 000 000
Anteil an der Einkommensteuer: 4 049 800
An der Umsatzsteuer: 513 000
Schlüsselzuweisung: 247 500
Sonstige Zuweisungen: 340 100
Aus Verwaltung und Betrieb: 3 925 200
Sonstige Betriebseinnahmen: 1 327 300
Wichtigste Ausgaben:
Kreisumlage: 3 047 300
VG-Umlage: 1 310 400
Gewerbesteuer-Umlage: 637 000
Personal: 1 448 200
Sächlicher Verwaltungs- und Betriebsaufwand: 4 827 800
Zuweisungen und Zuschüsse (z.B. Kindergärten): 1 634 800
Zuführung an den Vermögenshaushalt: 1 018 400
Vermögenshaushalt
Dieser Teil des Etats spiegelt in erster Linie die Investitionen wider.
Gesamt: 10 201 400 Euro.
Wichtigste Einnahmen:
Zuführung vom Verwaltungshaushalt: 1 018 400
Rücklagenentnahme: 246 400
Grundstücksverkäufe: 4 170 000
Beiträge, Entgelte: 2 169 200
Zuschüsse: 1 097 600
Kredite: 1 500 000
Wichtigste Ausgaben:
Grundstücke und Betriebsanlagen: 2 728 000
Tiefbau: 4 072 500
Hochbau: 1 694 600
Kredittilgung: 1 053 000
Die Zuführung an den Vermögenshaushalt liegt unter den Kredittilgungen, eine freie Finanzspanne hat die Stadt damit nicht. Die Nettoneuverschuldung liegt bei 447 000 Euro, der Stand der Schulden Ende des Jahres 2019 bei 10,032 Millionen. Die Pro-Kopf-Verschuldung steigt auf rund 1637 Euro, das liegt deutlich über dem Landesschnitt vergleichbarer Gemeinden (rund 700 Euro).













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