Nabburg
15.11.2018 - 11:02 Uhr

Hauslandschaften zum Sprechen gebracht

Die Deutsch-Fachschaft des JAS-Gymnasiums erkundet das Oberpfälzer Freilandmuseum. Die Lehrer erfahren, welche pädagogische Rolle die Einrichtung des Bezirks spielen kann.

Birgit Angerer (rechts), Museumsleiterin des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen, nahm die Deutschlehrkräfte des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg mit auf eine kleine Zeitreise. Hierbei zeigte sie ihren Gästen im Rahmen eines Rundgangs vielfältige Möglichkeiten der Literaturvermittlung auf. Bild: exb
Birgit Angerer (rechts), Museumsleiterin des Oberpfälzer Freilandmuseums Neusath-Perschen, nahm die Deutschlehrkräfte des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums Nabburg mit auf eine kleine Zeitreise. Hierbei zeigte sie ihren Gästen im Rahmen eines Rundgangs vielfältige Möglichkeiten der Literaturvermittlung auf.

Das Oberpfälzer Freilandmuseum Neusath-Perschen ist ein weithin bekanntes Ausflugsziel nicht nur für naturbegeisterte Besucher. In seiner Funktion als museumspädagogisches Zentrum bietet es darüber hinaus die Möglichkeit, eine erlebnisreiche Zeitreise in die Lebens- und Arbeitswelt der Menschen der Region in den letzten 300 Jahren hautnah mitzuerleben. Das umfangreiche Veranstaltung- und Führungsprogramm lädt dabei immer wieder aufs Neue dazu ein, dieses museale Angebot mit jeweils anderen Augen zu betrachten.

In diesem Sinne versammelte sich die Fachschaft Deutsch des Johann-Andreas-Schmeller-Gymnasiums unter der Leitung von Oberstudienrat Andreas Fröhlich und Oberstudienrätin Maresa Hottner im OFM, um sich bei einer Fachsitzung einmal vor Ort ein genaueres Bild von den Exponaten und Bildungsangeboten zu machen. Begrüßt wurden die Lehrer von der Museumsleiterin Birgit Angerer, welche die Lehrkräfte durch das weitläufige Gelände führte und dabei ihren Gästen am jeweils "sprechenden" Ort der sogenannten "Hauslandschaften" kurzweilige und hochinformative Einblicke in die Möglichkeiten auch des gymnasialen Deutsch-Unterrichts bot.

Der Vortrag der Museumsleiterin eröffnete den Pädagogen einen anschaulichen Blick auf die Literaturvermittlung im Spiegel des Freilandmuseums. Im Zentrum der etwa einstündigen Führung stand vor allem die oft auch harte und unbarmherzige Lebenswelt der Menschen im bäuerlich-ländlichen Bereich, vor allem aber der Kinder. Hierfür wählte Angerer in den Stuben der verschiedenen Gehöfte passende und aussagekräftige Lese-Passagen aus Werken der Aufklärungsliteratur des 18. Jahrhunderts.

Natürlich durften auch Ausschnitte aus dem "Wittiber" von Ludwig Thoma und Volksmärchen wie zum Beispiel "Hänsel und Gretel" nicht fehlen - mit einem Blick auf den großen Backofen vor der Hoftüre erscheint auch diese altbekannte Geschichte in einem ganz eigenen Licht.

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