28.06.2019 - 14:54 Uhr
NabburgOberpfalz

Hohe Brandgefahr im Forst

Durch die Hitze und Trockenheit der vergangenen Tage steigt auch das Risiko von Wald- und Flächenbränden enorm. Dementsprechend hoch ist die Gefahrenstufe im Landkreis.

Eine achtlos weggeworfene Zigarettenkippe oder ein Glas kann zu einem großen Waldbrand führen. Die Feuerwehr mahnt deshalb zur Vorsicht.
von Externer BeitragProfil

Die Hitze in der Oberpfalz geht weiter, die Waldbrandgefahr ist dementsprechend hoch. Deshalb hat die Regierung der Oberpfalz bis Montag wieder Beobachtungsflüge angeordnet. Von vier Flughäfen aus starten die Flugzeuge jeweils mittags und abends. Bei den einstündigen Einsätzen hält die Besatzung Ausschau nach Rauchschwaden und Glutnestern.

Zurzeit besteht vielerorts eine hohe Gefahr für die Entstehung von Wald- und Flächenbränden, betont der Pressesprecher der Kreisfeuerwehr, Hans-Jürgen Schlosser, in einer Pressemitteilung. Eine achtlos weggeworfene Zigarette oder Grillen im Freien können einen großflächigen Wald- oder Wiesenbrand auslösen. Die Gefahr erhöht sich laut Schlosser durch die warme Temperatur, durch Sonneneinstrahlung und durch den Wind, der das Feuer rasch anfacht. Allerdings könne auch unsachgemäß entsorgter Müll - wie Glasflaschen oder Scherben - einen Brand auslösen. Der Deutsche Wetterdienst hat deshalb den Waldbrand-Gefahrenindex für den Bereich des Landkreises Schwandorf auf die Stufe 4 von 5 gesetzt. Am Sonntag soll Stufe 5 erreicht werden.

Auch der Graslandfeuerindex zeigt die Stufe 4 von 5. Glasscherben können das Sonnenlicht bündeln und dabei wie Brennglas wirken, betont Schlosser. Die im Winter abgestorbene Grasschicht wirke im Frühjahr und Sommer wie ein "Brandbeschleuniger". Gleichzeitig behindere der stärkere Graswuchs die Wasserversorgung des Baumes, so dass er trockener und leichter entflammbar sei.

Die Feuerwehr gibt Ratschläge, um Wald- und Flächenbränden vorzubeugen:

  • Kein Rauchen, offenes Feuer oder offenes Licht in Wäldern oder auf Wiesen.
  • Niemals Zigarettenkippen aus dem Auto- oder Zugfenster werfen.
  • Zufahrten zu Wäldern - das können auch Feldwege sein - müssen für Löschfahrzeuge Tag und Nacht freigehalten werden.
  • Das Fahren oder Parken auf Waldwegen ist zu unterlassen, heiße Auspuffrohre oder Katalysatoren könnten das Gras in Brand setzen.
  • Keine Abfälle in die Natur werfen. Scherben können wie Brenngläser wirken.
  • Kinder sollten über die Gefahren und Folgen aufgeklärt werden.

Viele Brände lassen sich durch rasches Eingreifen schon im Anfangsstadium löschen. Deshalb bittet Schlosser darum, immer sofort die Feuerwehr (Notruf 112) zu alarmieren. Auch bei verdächtigen Rauchentwicklungen im freien sollten Passanten umgehend den Notruf absetzten, mahnt er abschließend.

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