25.02.2020 - 16:41 Uhr
NabburgOberpfalz

Infrastruktur für Geschäfte schaffen

Die Stadt Nabburg leitet ihre vorbereitenden Arbeiten für den Bau des Einkaufszentrums im Naabtal ein. Für die Erschließung des Grundstücks im ehemaligen Krankenhaus-Park wendet sie rund 1,3 Millionen Euro auf.

An dieser Stelle der Regensburger Straße entsteht eine Linksabbiegespur zum Einkaufszentrum.
von Wilhelm Amann Kontakt Profil

Das Thema Erschließung stand auf der Tagesordnung der Stadtratssitzung. Wobei Bürgermeister Armin Schärtl (SPD) vor vielen Zuhörern voraus schickte: Es wird keine Grundsatzdebatte mehr über den Bau des Einkaufszentrums auf diesem Gelände geführt. Denn: "Der Käse ist gegessen", womit er die geltende Beschlusslage des Stadtrates zusammenfasste. Der stellvertretende Geschäftsleiter Thomas Prey präsentierte sodann die Maßnahmen, die zur Erschließung und Schaffung der nötigen Infrastruktur nötig sein werden.

Die wesentlichen Punkte sind: Bau einer Wasserleitung entlang der Regensburger Straße (von der Diepoldstraße bis zur Amberger Straße) sowie durch den einstigen Park bis zum Urbansteig, Anlegung eines Mischwasserkanals über das Baugrundstück bis zum früheren Schwesternwohnheim, Errichtung eines Gehwegs ab der Diepoldstraße zum Einkaufszentrum und Umbau der beiden Teiche, soweit sie für den Hochwasserrückhalt nötig sind. "Wir sprechen von circa 1,3 Millionen an Kosten für die Stadt Nabburg", sagte Prey. Zuschüsse gibt es dazu nicht. Es kommt auch zu keiner Kostenumlegung auf Anlieger. Der Aufwand wird allerdings einfließen in die nächste Gebühren- und Beitragskalkulation, was die Solidargemeinschaft aller Zahler tangiere. Mit einem höheren Wasserpreis sei dann zu rechnen.

Darüber hinaus wird auf der Regensburger Straße eine Linksabbiegespur (stadteinwärts) angelegt. Dazu muss die Staatsstraße in der Nähe der Landwirtschaftsschule auf einer Länge von etwa 110 Metern aufgeweitet werden. Die Kosten übernimmt der Investor Ratisbona Handelsimmobilien. Zu Lasten der Stadt geht lediglich eine Querungshilfe für Fußgänger, die Einkäufern aus dem Bereich um den Jägerring die Anbindung zu den Geschäften erleichtern soll.

CSU-Sprecher Hans-Georg Dobler gab zu verstehen, dass man schon geschockt gewesen sei, als man vor einiger Zeit die genannte Höhe der anfallenden Kosten erfuhr. "Aber wir stehen dazu", ließ er keine Zweifel an dem Projekt aufkommen. Um bei den Einwohnern mehr Verständnis für den hohen Aufwand zu erzeugen, wäre es seiner Meinung nach interessant, möglichst bald zu erfahren, welche Geschäfte in das Einkaufszentrum hinein kommen werden. "Ich kann dazu aktuell nichts Neues sagen", antwortete ihm Bürgermeister Armin Schärtl.

Schließlich fasste der Stadtrat einstimmig den Baubeschluss. Die Erschließungs- und Infrastrukturmaßnahmen können somit ausgeschrieben werden.

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