13.09.2018 - 11:23 Uhr
NabburgOberpfalz

Jugendwerk auf neuem Weg

"Wir liegen gut im Zeitplan", freut sich Stadtpfarrer Hannes Lorenz als Hausherr des Jugendwerks. Seit dem Start der Sanierungsarbeiten im Februar hat sich auf der Baustelle viel getan.

Das Jugendwerk soll ab Mitte Oktober wieder zu nutzen sein.
von Sepp FerstlProfil

Über die Ferienwochen ist im Jugendwerk wieder Einiges geschehen: Die neue Decke im Saal nimmt Gestalt an. Das "Gerüst" ist montier, die Gipskarton-Deckenplatten werden in den nächsten Wochen folgen. Als kleinen Wermutstropfen betrachtet Hannes Lorenz den bestehenden Rauputz an den Wänden, "der sich nun als so locker zeigt, dass er an der Seitenwand abgeschabt werden muss." Dies sieht Architekt Hermann Hösl als typisches Zeichen einer Sanierung, bei der immer das ein oder andere unvermutet auftritt.

Wenn die Decke installiert ist, wird der Maler wieder an seine Arbeit gehen. In der Küche sind die Leitungsschlitze verputzt, die ersten Fliesen bereits verlegt. Da die notwendigen Ständerwände aufgestellt sind, kann der Sicherungskasten in den nächsten Tagen installiert werden. Im Erdgeschoß sind die Leitungswegen wieder mit Naturstein verschlossen und die Decken im Toilettenbereich ergänzt.

Voraussichtlich Mitte September möchte der Stadtpfarrer zur ersten "Putzaktion" einladen, damit die ersten Räume im Erdgeschoss auch spätestens zum Oktober wieder für die ersten Veranstaltungen im kleinen Rahmen genutzt werden können. In den nächsten Wochen werden dann auch die Zuleitungen neu verlegt und dazu um das Haus herum aufgegraben. Neben den Handwerkern, die vor Ort ihre Arbeit tun, wird auch die Kirchenverwaltung noch Entscheidungen treffen hinsichtlich einer neuer Tische und Stühle für den Saal. Gleiches gilt in Sachen Bühnenvorhänge und einer eventuellen Neugestaltung des Bühnenbereichs sind Angebote angefragt. Beide Fragen wurden aufgespart im Blick auf die Entwicklung der veranschlagten Baukosten von 1,4 Millionen Euro.

Auf der Baustelle blickt Pfarrer Lorenz auf fünf Planungsjahre zurück. Im Dezember 2012 kam seitens des Landratsamtes das Ergebnis einer Begehung vom August 2012: "Das Jugendwerk insbesondere der Saal und das Dach sind binnen drei Monaten auf den geforderten brandschutztechnischen Stand zu bringen". Es folgten Verhandlungen mit dem Bischöflichen Baureferat. "Diese waren schwierig zu führen, weil einerseits die Pfarrhofbaustelle jede weitere parallele Baustelle ausschließt und andererseits das Jugendwerk nach dem Raumkonzept der Diözese für eine Pfarrei unserer Größe viel zu groß sei, das heißt 350 Prozent des Raumplanes umfasst.

Parallel wurde an den konkreten Umsetzungen geplant. "Das erste Büro für Brandschutz hat uns dabei ebenfalls 15 Monate Zeit gekostet, bis wir es austauschten". Als dann endlich der Plan fertig und in Schwandorf eingereicht war, lag er dort über ein Jahr ohne Bearbeitung. Als er endlich "in die Hand genommen wurde", hakte es an der Frage, ob "wir als Versammlungsstätte eingestuft würden (über 200 Personen) oder eine Kategorie darunter (bis 199 Personen), was weniger Aufwand bedeutet hätte und eigentlich vom Kreisbaumeister anfänglich signalisiert wurde. Als es dann soweit war, konnte sich niemand an diese Zusage erinnern. Also mussten wir umplanen!" Erst im September 2017 konnte ausgeschrieben werden. Im Februar 2018 war Baubeginn.

Von den genehmigungsfähigen Kosten bezuschusst die Bischöfliche Finanzkammer die Sanierung mit 45 Prozent. Die restlichen Kosten muss die Kirchenstiftung aus Eigenmitteln aufbringen, das sind knapp 800 000 Euro. "Da ist es gut, dass wir bereits 39 000 Euro Spenden bekommen haben inclusive des Zuschusses der Stadt Nabburg von 10 000 Euro", sagt der Pfarrer. Die Bauzeit ist so veranschlagt, dass Mitte Oktober das Erdgeschoss wieder genutzt und wenn es irgendwie geht auch der Seniorennachmittag im Jugendwerk stattfinden kann. "Und spätestens zum Fasching das Haus fertig ist". Die offizielle Einweihung - zu der Bischof Rudolf Voderholzer eingeladen ist - soll am Weißen Sonntag, 28. April 2019, zusammen mit der Caritas-Sozialstation stattfinden.

Architekt Hermann Hösl und Pfarrer Hannes Lorenz besichtigten die Baustelle. Ihre Blicke richteten sich da gerade auf die neue Decke im Saal
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