03.11.2019 - 14:49 Uhr
NabburgOberpfalz

Junge Menschen für Technik begeistern

Das Hightech-Live-Camp des Bildungswerks der Bayerischen Wirtschaft ist zu Ende. Zwölf Jugendliche haben fünf Tage lang in drei Firmen der Region geplant, gelötet und gefräst. Die daraus entstandenen Ergebnisse können sich sehen lassen.

Im Wasserbecken tummelten sich die solarbetriebenen Katamarane, worauf die Camp-Teilnehmer stolz sein konnten.. VBM-Geschäftsführer Hermann Brandl (links) überzeugte sich von der Funktionsfähigkeit.
von Autor JUAProfil
Die Ausbilder der Firmen bedankten sich bei der Referentin Tanja Grübel (rechts) und der Betreuerin Daniela Popp (links) mit einem Blumenstrauß und mit einem Exemplar des konstruierten Katamarans.

Schulamtsdirektorin Renate Vettori führte bei EMZ durchs Programm: Sie hieß die jungen Tüftler, deren Ausbilder und Geschäftsführer der Firmen EMZ-Hanauer Nabburg, Horsch Maschinen Schwandorf und Quadrus Metalltechnik Schmidgaden willkommen. Auch die Eltern der Acht- und Neuntklässler sowie die Rektoren der Realschulen Schwandorf und Nabburg und der Mittelschulen Schmidgaden und Schwarzenfeld haben an der Abschlussveranstaltung in den Räumlichkeiten von EMZ teilgenommen.

Das Camp fand in diesem Jahr zum siebten Mal in den drei genannten Unternehmen statt. Das Ziel dieser Initiative soll es sein, junge Menschen für Technik und technische Berufe zu begeistern. Für kleine und mittelständische Unternehmen wird es nämlich immer schwieriger, Nachwuchs zu finden. Mit dem Hightech-Live-Camp, welches vom bayerischen Metall- und Elektroarbeitgeberverband VBM unterstützt wird, erreichen die ortsansässigen Unternehmen interessierte Jugendliche.

Eine Präsentation der Schüler zeigte auf, dass sie mit Begeisterung ihr Ziel, im Team selbst einen Katamaran mit Solarantrieb zu bauen, verfolgten. Die Jugendherberge auf Burg Trausnitz diente dazu als Unterkunft. Zum gut durchdachten Rahmenprogramm gehörten zum Beispiel eine Fackelwanderung, Teambildung, Bewerbungstraining oder Umgebungserkundung.

Positive Resonanz

Alle Camp-Teilnehmer konnten nur positiv davon erzählen. Der 14-jährige Bastian sagte zum Beispiel: "Ich habe gesehen, welche Vorteile der Beruf des Konstruktionsmechanikers hat." Für den 13 Jahre alten Florian waren die Gespräche mit Ausbildern und Azubis informativ. Genauso war für ihn das Umsetzen der Projekte sehr spannend: "Ich habe viel über Winkelmessung, Biegung und Kantenschleifung gelernt und könnte mir jetzt durchaus vorstellen, bei diesen Firmen mal zu arbeiten."

Die Mitarbeiterinnen vom BBW, Projektleiterin Doreen Dambacher, Referentin Tanja Grübel und Betreuerin Daniela Popp, waren von ihren Praktikanten begeistert: "Ihr wart eine tolle Truppe, habt auf euere Ferien verzichtet, in euch steckt viel Potenzial, also lasst es raus!" Ausbilder Dominik Pösl von der Firma Quadrus hofft auf Weiterempfehlung in den Schulen und dass die positive Erfahrung an Schulkameraden weiter gegeben wird.

Schneller zum Erfolg

EMZ-Ausbilder Helmut Schönberger vertritt die Meinung, dass die jungen Leute im Camp erkennen, welche Möglichkeiten der Berufswahl vorhanden sind. Auch Josef Hanauer, Ausbildungsmeister bei der Firma Horsch, ist der Meinung, dass die Schüler durch eine frühe Entscheidung und das Hineinschnuppern in die Firmen schneller zum Erfolg gelangen. Hermann Brandl, VBM-Geschäftsführer, möchte, dass durch diese Teamarbeit die Schüler für Metall- und Elektrotechnik und zur frühen Berufswahl begeistert werden. Da die Firmen auch in anderen Ländern ansässig sind, haben die Mitarbeiter die Chance, im Ausland Erfahrungen zu sammeln.

Stellvertretender Landrat Jakob Scharf sieht diese Camp-Tage für Schüler und Firma als Win-Win-Situation an. Bürgermeister Armin Schärtl denkt an die Zeiten zurück, in denen Lehrlinge angestanden sind, jetzt aber müssen Firmen Azubis anwerben. Franz Forster, Mitglied der Geschäftsleitung bei EMZ-Hanauer, informierte, dass die Firma seit 1972 schon 350 Lehrlinge ausgebildet hat und viele davon, mittlerweile auch als Führungskräfte, im Betrieb weiter arbeiten.

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