03.01.2021 - 10:45 Uhr
NabburgOberpfalz

Kalender dokumentieren das ausgefallene Jahr

Am Ende des überaus gut besuchten Jahresschlussgottesdienstes folgten der Einladung zum Einzelsegen zahlreiche Gläubige. Pfarrer Hannes Lorenz und Pfarrvikar Pater Alfred Lindner spendeten den Segen dieses Mal mit Abstand und Maske, nicht wie sonst üblich durch Handauflegung.
von Sepp FerstlProfil

Zwei Terminkalender nahm Pfarrer Hannes Lorenz als aussagekräftige Beispiele für seinen Neujahrsrückblick. Gerade in der Silvesternacht wird das letzte Kalenderblatt zum Symbol für das vergangene Jahr 2020, das 366 Tage - einen mehr als sonst - zählte. Ein zum Teil sehr schwieriges Jahr des Lebens wurde abgeschlossen. In der Pfarrei, ihren Vereinen, Gruppen und Gremien fielen zahlreiche geplante Termine der Pandemie zum Opfer; mussten entfallen oder im einen oder anderen Fall verschoben werden. Ein im Grunde voller Terminkalender schrumpfte und auch die Seiten für 2021 sind momentan noch mehr als überschaubar. In den Jahren zuvor waren sie schon immer an Silvester bereits gut gefüllt.

Ein wahrhaft „ausgefallenes Jahr“ liege da hinter uns, fasste Pfarrer Hannes Lorenz bei seiner Predigt das Jahr 2020 zusammen. "Jeder von uns könnte stundenlang aufzählen, was für ihn in diesem Jahr alles ausfiel. Den einen kostete dieses Jahr die Existenz, andere machten das Geschäft ihres Lebens. Für jeden von uns wurde der Kalender nicht mit jedem Tag voller, sondern irgendwie von einem Tag auf den anderen immer leerer." Das vergangene Jahr hätte uns auf unglaubliche Weise unsere Grenzen aufgezeigt. Und dennoch dürften wir nicht den Fehler machen, nur von den Einschränkungen durch die Pandemie zu reden. Denn es gäbe auch das Gelungene und Schöne des vergangenen Jahres. "Das Gute in Familie und Partnerschaft, das sich in schwieriger Zeit vielleicht erst recht bewährte; das Lächeln und das Dasein vertrauter Menschen, deren Bedeutung wir wieder neu schätzen; das letztlich doch gute und sorglose Leben inmitten all der Fragen und Veränderungen." Dazu zähle auch das Vertrauen auf unseren Gott, der auf unserer Seite stehe, auch wenn nicht das passiere, was wir uns wünschen. In diesem Vertrauen könne man den neuen Kalender 2021 beginnen zu schreiben. Dabei solle man wissen, dass sich nicht alles so erfüllen müsse, wie man es heute beabsichtigt, damit daraus ein gutes Jahr werde. "Kann kommen, was mag, Gott wird nicht ausfallen an unserer Seite, er geht mit uns."

Zahlen aus der Statistik der Pfarrei: 43 Kinder schlugen den Glaubenskalender bei der Taufe auf, 35 Kinder feierten Erstkommunion zu unterschiedlichen Terminen, 9 Brautpaare gaben sich das Ja-Wort für die gemeinsame Zukunft und 69 Pfarrangehörige schlossen den irdischen Terminkalender für immer. Sehr gut und dankbar angenommen wurden die Live-Stream-Gottesdienste der Pfarrei auf www.bit.ly/pfarreinabburg mit bislang über 15000 Aufrufen.

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