05.11.2018 - 18:28 Uhr
NabburgOberpfalz

Von Keller bis Dach

Ob Geräteschuppen oder Natursteinmauer, der Bauausschuss zeigt sich für die Plänen der Nabburger Bürger aufgeschlossen. In einigen Fällen hat aber das Landratsamt das letzte Wort.

von Monika Bugl Kontakt Profil

Insgesamt sieben Anträge lagen bei der jüngsten Sitzung des Bau- und Werkausschusses in Nabburger Rathaus auf dem Tisch. Als nicht ganz problemlos entpuppte sich ein Antrag von Doris Widder auf Errichtung eines Geräteschuppens im Baugebiet "Schlosspark 1" in Neusath. Der Gründe dafür lagen bei Dachform und Länge der Grenzbebauung. Was das Dach betrifft, könne der Bau auch als untergeordnete Nebenanlage betrachtet werden, dann würden die Festsetzungen im Bebauungsplan keine Rolle spielen, erläuterte Johannes Schießl vom Bauamt dem Gremium. In Bezug auf die Grenzbebauung an der Nordseite stimmte das Gremium einer Übernahme der Abstandsflächen zu, und räumte damit ein weiteres Hindernis aus dem Weg. Vorbehaltlich der Entscheidung des Landratsamts wurde der Bau einstimmig gebilligt.

Keine Einwände hatte der Ausschuss gegen eine Nutzungsänderung , die Stephan Haberl für den Keller seines Hauses im Neusather Baugebiet "Schlosspark 2" beantragt hatte. Auf 28 Quadratmetern ist dort die gewerbliche Nutzung für einen Internethandel mit Jungpilzen geplant. Bei einer Betriebszeit von 10 bis 12 Uhr erachteten die Ausschussmitglieder eine Ausnahme aufgrund eines "nicht störenden Gewerbebetriebs" für zulässig, der Immissionsschutz sei ohnehin Sache des Landratsamtes. Einstimmig wurde die Nutzungsänderung gebilligt.

Zur Debatte stand außerdem der Neubau eines Austraghauses mit Garage von Ernestine Gietl in Diepoltshof. Für das Objekt im Außenbereich lag eine Bauvoranfrage auf dem Tisch. "Das Haus wäre am Rande des Bebauungsgebiets und würde sich noch einfügen", meinte Zweiter Bürgermeister Kurt Koppmann. Wegen der Nähe zur Autobahn hatte er aber Zweifel, ob sich das Projekt realisieren lässt, ein ähnlicher Fall sei vom Landratsamt abgelehnt worden. Der Ausschuss wollte dem Projekt aber das gemeindliche Einvernehmen nicht versagen. "Es ist ja schließlich gewünscht, dass auf dem Land gebaut wird", argumentierte CSU-Stadtrat Hans-Georg Dobler.

Grünes Licht gab es für die von Anton Fleischmann geplante Errichtung einer Natursteinmauer im Wohngebiet "Am Kastanienbaum", die als Stützmauer gedacht ist. Vom Bebauungsplan abgedeckt befanden die Ausschussmitglieder außerdem die von Siegmund und Robert Süß geplante Aufstockung des Betriebsgebäudes in der Sauerzapfstraße. Ein neuer Bürotrakt und eine Stellplatz-Erweiterung sind dort anvisiert. Die Pläne wurden einstimmig gebilligt.

Lediglich zur Kenntnisnahme standen zwei Bauanträge an, die im Freistellungsverfahren an das Landratsamt Schwandorf weitergeleitet wurden: Elke Paa plant "Am Kastanienbaum" die Errichtung eines Wohnhauses mit zwei Wohnungen und zwei Appartements sowie vier Stellplätzen, Michael Noster beabsichtigt am Rotbühlring einen Dachgeschoss-Ausbau mit Einliegerwohnung.

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