23.09.2019 - 11:54 Uhr
NabburgOberpfalz

Kennametal Nabburg: "Nötige Kapazitätsanpassung"

Kennametal bestätigt Entlassungen bei Nabburg Steel, nennt aber keine Zahlen. Als Begründung für den Abbau nennt eine Konzernsprecherin "Kapazitätsanpassungen."

Bei Kennametall Steel steht ein Personalabbau an.
von Clemens Hösamer Kontakt Profil

Kennametal bestätigt Entlassungen bei Nabburg Steel, nennt aber keine Zahlen. Als Begründung für den Abbau nennt eine Konzernsprecherin "Kapazitätsanpassungen."

Nach dem Abbau bei Kennametal Fine Machining (ehemals Rübig) stehen nun auch Entlassungen bei Kennametal Steel (ehemals Hertel, Schlörstraße) ins Haus. Die Europa-Pressesprecherin des Konzerns, Gaby Mlnarik, bestätigte am Sonntag Informationen der Redaktion. Über die Zahl der Entlassungen machte sie keine Angaben. Nach unseren Recherchen sollen 43 Stellen bei dem Werkzeugbauer im Feuer stehen (wir berichteten). Sie sollen bereits Ende November wegfallen.

"Wir haben unsere Belegschaft in unserem Standort Nabburg Steel vergangene Woche über notwendige Kapazitätsanpassungen in Kenntnis gesetzt. Wir werden betroffene Mitarbeiter mit geeigneten Maßnahmen unterstützen und arbeiten hierbei eng mit den jeweiligen Arbeitnehmervertretungen zusammen, um faire Lösungen zu finden. Aus Respekt unseren Mitarbeitern gegenüber und im Hinblick auf die Verhandlungen mit den Arbeitnehmervertretern geben wir zum momentanen Zeitpunkt keine weiteren Details bekannt", schrieb Mlnarik auf eine entsprechende Anfrage der Redaktion hin.

Kennametal überprüfe kontinuierlich alle Fertigungsstandorte "zur Sicherstellung der geeigneten Kapazitäten, Produkte und Dienstleistungen", um Kunden "bestmöglich beliefern zu können und auf die Marktlage zu reagieren." Das Unternehmen nutze "alle uns zur Verfügung stehenden flexiblen Instrumente, um erforderliche Personalanpassungen möglichst gering zu halten", schrieb die Konzernsprecherin.

Mit einem beinahe gleichlautenden Schreiben hatte Kennametal auch die Entlassungen bei "Fine Machining" begründet. Mlnarik verweist darauf, dass Kennametal gleichzeitig 300 Millionen Dollar in die Standorte investiere, auch bei Nabburg Steel. "Diese Modernisierung erfordert neue Arbeitsweisen, und wir investieren in die Ausbildung unserer Mitarbeiter für diese hochqualifizierten Berufe. In einigen Fällen können diese Modernisierungsinitiativen zu Personalanpassungen führen, um das neue Geschäft mit der aktuellen und der prognostizierten Marktnachfrage in Einklang zu bringen", hieß es aus der Europa-Zentrale in Neuhausen am Rheinfall (Schweiz).

Erst im April hatte Kennametal bei Fine Machining (Rübig) 56 Stellen gestrichen. Den Abbau konnten weder Betriebsrat noch Gewerkschaft IG Metall abwenden, immerhin wurden ein Sozialplan und eine Transfergesellschaft ausgehandelt.

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