23.10.2018 - 19:07 Uhr
NabburgOberpfalz

Körbe mit 140 Apfelsorten

Über 3000 Besucher zieht es zum großen Kirchweihmarkt ins Oberpfälzer Freilandmuseum. Ihnen wird ein tolles Angebot an verschiedenen Kinderaktionen, traditionellem Handwerk und kulinarischen Leckerbissen gemacht.

von Redaktion ONETZProfil

Es riecht schon am Eingang nach frischen, sonnengereiften Äpfeln. Vom Duft der Früchte geleitet konnten die vielen Besucher bei der großen Obstausstellung im Tagungsraum des Museums eine Vielzahl an Äpfel- und Birnensorten bewundern. Sorgfältig in Körbchen wurden die verschiedenen Sorten mit genauer Bezeichnung an einer langen Tafel dicht aneinander aufgereiht. Wolfgang Grosser vom Kreisgartenamt freute sich: "Eine unglaublich hohe Rekordanzahl der verschiedenen Äpfel- und Birnensorten konnten in diesem Jahr für die Ausstellung bereitgestellt werden." 140 Apfel- und 10 Birnensorten lagen in den Körbchen. Typische regionale Sorten der Oberpfalz, aber auch Apfelraritäten wie der "Fuchserer" und der "Strahlfelder Großmutterapfel" waren mit dabei. Aus sechs ehrenamtlichen Quellen stammten die prächtigen Ausstellungsäpfel und -birnen in diesem Jahr.

Dank der ertragreichen Ernte kann aus dem Vollen geschöpft werden. Für Grosser "paradiesische Zustände". Wer diesmal keine Zeit zum Vorbeischauen hatte, kann zur großen Obstausstellung nach Nittenau kommen. Sie wird nächstes Wochenende vom Gartenbauverein Nittenau veranstaltet und findet im "Haus des Gastes" statt.

Pomologe Michael Altmann hatte viel zu tun. Er ordnete die von den Besuchern mitgebrachten Äpfel der jeweiligen Sorte zu. Zudem konnte man sich auf großen Stellwänden über verschiedene Themen wie "Apfelallergie", "Saft ist nicht gleich Saft" und die "maschinelle Streuobsternte" informieren.

Im Stiftlandhof zeigte der Obst- und Gartenbauverein Neusath die Handwerkskunst des Kränzebindens. Es wurden verschiedene Naturmaterialien, Hagebutten, Efeublüten, Feuerdorn, Sonnenblumen, Hortensien und vieles mehr verwendet. An der Apfelpresse konnte man sich selbst versuchen, oder aber gleich frisch gepressten Apfelsaft genießen. Diesen gab es auch in leckeren Geschmacksrichtungen mit Amaretto versetzt.

Das Angebot an Naturprodukten, herzhaften und süßen Brotaufstrichen, Salzen und Kräutern sowie Kümmellikör und kuscheligen Wollanziehsachen, Filzkleidung, Pflanzenölseifen, Weidenkörbchen und handgefertigten Weihnachtsschmuck war beim Kirwamarkt schier unerschöpflich und fand großen Anklang bei den Besuchern. Mit Irene Biller durften die Kinder aus Bienenwachsplatten Kerzen rollen und mit nach Hause nehmen. Auf dem gesamten Museumsgelände konnte Handwerkern bei ihrer Arbeit über die Schulter gesehen werden. Es wurden Holzrechen per Hand gefertigt, Strohkörbe und filigrane Figuren aus Maisblättern hergestellt. Im Schallerhof spielten die Musiker von "Vom Dorf oi" auf. Hier konnten die Ausflügler gemütlich Rast machen, Rotwildburger und Kirwaküchl verzehren.

Die Gartenpflegervereinigung im Landkreis Schwandorf bot für Kinder eine schöne Aktion an: Die Kleinen konnten in eigens bereitgestellte Gefäße Hauswurz einpflanzen und für den heimischen Garten mitnehmen.

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