Nabburg
08.12.2020 - 16:50 Uhr

Kompromiss an der Krankenhausstraße angepeilt

Der Bürgermeister geht von einer Lösung Anfang nächsten Jahres aus. Bis dahin soll ein Kompromiss zur umstrittenen Wohnbebauung an der Krankenhausstraße in Nabburg gefunden sein.

Symbolbild: Wilhelm Amann

Die geplante, verdichtete Bebauung an der Krankenhausstraße hatte massive Anliegerproteste ausgelöst (wir berichteten mehrfach). Nach einem Bürgerbegehren begann die Kompromisssuche. Darauf kam nun der im März nicht wiedergewählte Bürgermeister und nunmehrige SPD-Stadtrat Armin Schärtl zu sprechen. Er fragte in der Stadtratssitzung an, was sich in der Zwischenzeit getan habe. Der Investor habe beabsichtigt, eine abgespeckte Version vorzulegen. Das wisse er noch aus seiner Amtszeit im Rathaus. Nun sei es wichtig, das Verfahren zeitnah zu einem positiven Abschluss zu bringen, denn in der Stadt benötige man dringend zusätzlichen Wohnraum.

Bürgermeister Frank Zeitler (CSU) antwortete, dass es während seiner Amtszeit bereits intensive Gespräche gegeben habe - sowohl mit dem Bauherrn als auch mit den Anwohnern. Er gehe davon aus, dass sich bis Januar ein Kompromiss finden lässt. Ihm sei es wichtig, die Lösung gemeinsam und nicht gegen jemanden zustande zu bringen. Und das brauche eben Zeit. In Richtung Schärtl merkte er an: "Hätte man im Vorfeld besser miteinander kommuniziert, wären die Wogen sicher nicht so hoch gekocht."

Stadträtin Heidi Eckl (ÖDP) kam in einer weiteren Anfrage auf die Sanierung der Schule zu sprechen. Sie meinte, die Anschaffung von Luftreinigern mit Virenfilter sollte da auch geprüft werden. Solche Geräte könnten sehr effizient sein und zum Teil - gerade auch im Winter - auch das Lüften ersetzen. Laut Bürgermeister sind die Virenfilter noch sehr teuer, und es gebe keine Förderung für den Kauf. Eckl entgegnete, dass sie schon von Förderungen wisse. Zeitler kündigte weitere Gespräche mit der Schulleitung an, an deren Bedürfnissen man sich orientiere.

Nabburg21.02.2020

Stadtrat Kurt Koppmann sprach einen von der Stadt gepachteten Parkplatz an der Austraße an. Er meinte, dass man das Pachtverhältnis auflösen könne, weil es inzwischen ja einen weiteren öffentlich nutzbaren Parkplatz auf dem ehemaligen Baywa-Gelände gebe. Er müsse nur auffälliger beschildert werden, damit er von den Verkehrsteilnehmern besser wahrgenommen werde. "Wenn Sie das wollen, müssten Sie einen Antrag stellen", meinte dazu Bürgermeister Frank Zeitler. Woraufhin Koppmann mündlich einen Antrag formulierte, der in dieser Sitzung aber noch unbehandelt blieb.

Stadträtin Rita Holzgartner (SPD) erkundigte sich nach dem Stand des Wasserrechtsverfahrens für die zukünftige Trinkwasserversorgung und fragte nach, ob es inzwischen einen Bescheid aus dem Landratsamt gebe. Der Verfahrensstand sei noch unverändert, sagte dazu der Bürgermeister. Im Oktober habe es ein Treffen gegeben, bei dem weitere Vorbereitungen für die Gründung eines Zweckverbandes getroffen wurden.

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