Bayernweit 38 Kitas und 41 Schulen haben in diesem Schuljahr mit der Unterstützung externer Profis ihre Verpflegung auf den Prüfstand gestellt und verbessert. Orientieren konnten sie sich an den bayerischen Leitlinien für Kita- und Schulverpflegung. Für 79 Einrichtungen, darunter das Nabburger Andreas-Schmeller-Gymnasium, gab es daraufhin nun Urkunden von Ernährungsministerin Michaela Kaniber.
"Sie haben es gemeinsam geschafft, die Verpflegung Ihrer Kinder gesünder, regionaler und nachhaltiger zu machen", sagte Kaniber bei ihrer Festrede in München. Die Bedeutung nachhaltiger und regionaler Ernährung sei nicht nur ein wichtiger Bildungsauftrag: "Die Kinder sollen das auch jeden Tag bei ihren Mahlzeiten in der Kita und in der Schule erleben und schmecken."
Ziel des Coachings ist es, die Mittagsverpflegung in den Einrichtungen gesundheitsförderlich, wertgeschätzt, nachhaltig und wirtschaftlich zu gestalten. Im Coaching analysieren die Einrichtungen gemeinsam mit Ernährungsfachkräften ihr Essensangebot vor Ort. Dabei liegen die Schwerpunkte auf der Optimierung des Speiseplans und der Einbeziehung aller an der Verpflegung Beteiligten. Beim Coaching der schuleigenen Mensa "Schmelleria" begleitete eine Ernährungsexpertin das JAS-Gymnasium während des ganzen Schuljahres. Die Mensa versorgt von Montag bis Donnerstag hauptsächlich die Schüler der Offenen Ganztagsschule und der benachbarten Realschule.
Eine Herausforderung waren das beengte Platzangebot in der Küche und fehlende Sitzgelegenheiten. Der Verpackungsmüll für das Essen zum Mitnehmen belastete die Aufenthaltsbereiche im Gymnasium - bei einer stetig steigender Zahl an Essensteilnehmern. Wichtig war Schulleitung und Mensa-Team aber auch,, dass die Schüler die frische Essenszubereitung vor Ort zu schätzen wissen. Ein Küchen-Umbau ist anvisiert. Er kann allerdings erst in drei bis vier Jahren umgesetzt werden, wenn die Schulvorbereitende Einrichtung ausgezogen ist. Immerhin wurden für den Übergang zusätzliche Tische und Stühle angeliefert. Eine Lärm-Ampel wurde installiert, um den Geräuschpegel zu reduzieren, und schließlich wurde mit den To-go-Verpackungen für Essen aufgeräumt. Stattdessen gibt es wiederverwendbare Boxen. In einer Fragebogenaktion wurden Akzeptanz und Wertschätzung der Mittagsverpflegung erfasst, das Thema fand sogar Resonanz im Unterricht: Ein Praxis-Seminar beleuchtete Herkunftswege und Wertschätzung von Lebensmitteln.













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